Heute vermitteln die Medien das Wissen zwischen der Gesellschaft und den Individuen. So sprechen Soziologen von einer Wissensgesellschaft. Die individuellen Möglichkeiten, sich dieses Wissen anzueignen, sind maßgeblich für die Lebenschancen: Sie entscheiden über den Bildungsstand, die Möglichkeiten im Erwerbsleben und das Einkommen, über die Gestaltungsmöglichkeiten und die Teilnahme im gesellschaftlichen und politischen Leben. Alexander Filipovic analysiert und bewertet gesellschaftliche Trends, Bildung und die Medien aus der Perspektive der Beteiligungsgerechtigkeit, wie die christliche Sozialethik sie vertritt. Daraus leitet er eine Medienethik ab, die eine gerechte Vermittlung und Aneignung von Wissen fordert.

Autorentext

Alexander Filipovic lehrt Christliche Soziallehre und Allgemeine Religionssoziologie an der Universität Bamberg, wo er 2006 mit dieser Arbeit promovierte.



Inhalt

1.Einführung in die Untersuchung 1.1 Problemaufriss 1.2 Erkenntnisinteresse christlicher Sozialethik 1.3 Vorgehen: Ziel, Arbeitshypothese und Gedankengang der Untersuchung 2. Publizistik und Wissensvermittlung in der Wissensgesellschaft 2.1 Wissensgesellschaft 2.1.1Voraussetzungen 2.1.2 Frühere Problematisierung von Wissen, Wissenschaft und Gesellschaft 2.1.3 Die aktuelle Debatte über Wissensgesellschaft 2.1.4 Zusammenfassung: Wissensgesellschaft als experimentelle Gesellschaft 2.2 Literalität, Erziehung und Wissensvermittlung in der Gesellschaft 2.2.1 Literalität 2.2.2 Bildung und Kompetenzen in der Wissensgesellschaft 2.2.3 Funktionale Ausdifferenzierung des Pädagogischen in der Gegenwartsgesellschaft 2.2.4 Zwischenergebnis: "Wissensvermittlung" als Problem moderner Gesellschaft 2.3 Öffentliche Kommunikation in der Wissensgesellschaft 2.3.1 Voraussetzungen 2.3.2 Kommunikation und Öffentlichkeit als Kernbegriffe 2.3.3 Öffentliche Kommunikation in der Gegenwartsgesellschaft 2.3.4 "Wissen" in publizistischen Prozessen 2.4 Zwischenergebnis: Die öffentliche Kommunikation in der Wissensgesellschaft 3. Normative Grundlagen einer Sozialethik öffentlicher Kommunikation in der Wissensgesellschaft 3.1 Christliche Sozialethik als Standort 3.1.1 Das Christliche und die Ethik 3.1.2 Christliche Ethik mit dem Fokus auf das Soziale und Normative 3.1.3 Christliche Sozialethik im Brennpunkt zwischen empirischen und normativen Problemstellungen 3.1.4 Öffentliche Kommunikation in der Wissensgesellschaft in christlich-sozialethischer Reflexion 3.2 Beteiligungsgerechtigkeit 3.2.1 Begriffliche und konzeptionelle Vorgaben 3.2.2 Beteiligung und Gerechtigkeit 3.2.3 Sozialethische Differenzierung: Beteiligung als Zentralbegriff "sozialer Gerechtigkeit" 3.3 Zwischenergebnis: Das Konzept der Beteiligungsgerechtigkeit als Reaktion auf neue gesellschaftliche Problemlagen 4. Beteiligungsgerechtigkeit und Publizistik: Beteiligung an und durch Wissensvermittlung 4.1 Beteiligungsgerechtigkeit in der Wissensgesellschaft 4.1.1 Inklusion und Exklusion 4.1.2 Beteiligungsgerechtigkeit und Inklusionsprobleme 4.2 Beteiligungsgerechtigkeit im Kontext von Literalität und Wissensvermittlung 4.2.1 Literalität und Beteiligungsgerechtigkeit 4.2.2 Der Zusammenhang von Beteiligungsgerechtigkeit und "Wissensvermittlung" 4.3 Beteiligungsgerechtigkeit und die Publizistik der Wissensgesellschaft 4.3.1 Grundlagen einer Publizistikethik als Beteiligungsethik 4.3.2 Beteiligungsmöglichkeiten und publizistische Alltagsliteralität 4.3.3 Entgrenzung: Wissensgesellschaftliche Beteiligung durch publizistische Wissensvermittlung 4.4 Zusammenfassung: Beteiligung an und durch Wissensvermittlung - Grundoption einer Sozialethik öffentlicher Kommunikation in der Wissensgesellschaft 5. Schlussreflexion und Ausblick: Die Publizistik in der Wissensgesellschaft im Problemumfeld von Vermittlung und Aneignung

Titel
Öffentliche Kommunikation in der Wissensgesellschaft
Untertitel
Sozialethische Analysen
EAN
9783763945399
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Veröffentlichung
07.05.2007
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Anzahl Seiten
329
Größe
H24mm x B17mm
Jahr
2016
Lesemotiv