A key objective of European banking regulation is that financing should primarily come from an institution's shareholders and creditors rather than the public purse. Alexander Friedrich analyses whether and to what extent loss-sensitive lenders may be expected to establish debt governance when faced with risk-inclined banks.

Das europäische Bankenabwicklungsrecht zielt darauf, den Marktaustritt von Banken unabhängig von deren Größe und Vernetzung zu ermöglichen. Die Zuweisung von Verlusten an Anteilseigner und Gläubiger soll eine Abwicklungsfinanzierung aus öffentlichen Mitteln vermeiden und der Entstehung von Fehlanreizen zu übermäßiger Risikobereitschaft vorbeugen. Alexander Friedrich unterzieht diese regulatorische Neuerung einer Wirkungsanalyse und untersucht, ob und in welchem Maße hierdurch die Kontrollfunktion von Fremdkapitalgebern gegenüber dem Bankenmanagement aktiviert wird, d.h. inwieweit zu erwarten ist, dass sich Fremdkapitalgeber als verlustsensibles Korrektiv gegenüber dem risikogeneigten Bankenmanagement positionieren (Debt Governance). Hierfür entwickelt der Autor diejenigen Charakteristika, die eine Risikokontrolle durch Fremdkapitalgeber erwarten lassen. Anhand des so gewonnenen normativen Gradmessers bewertet er das materielle und institutionelle europäische Bankenabwicklungsrecht.

Autorentext
Geboren 1987; Studium der Rechtswissenschaft in Passau und Concepción, Chile; 2013 Erstes Juristisches Staatsexamen; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrecht und Rechtstheorie der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Studium eines Double Degree in Paris und London; 2015 Master in International Public Management; 2015 Master in International Political Economy; 2018 Promotion; seit 2018 Rechtsreferendar am Kammergericht.
Titel
Die novellierte Debt Governance für Banken in der Europäischen Union
EAN
9783161576102
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
2.49 MB
Anzahl Seiten
259
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