Die narrative Struktur eines Textes beeinflusst maßgeblich die Art, wie die in ihm erzählte Geschichte von dem Leser wahrgenommen wird. Je nachdem, wie sich die Geschichte und die erzählerische Gestaltung zueinander verhalten, können sich unterschiedliche Eindrücke wie inhaltliche Derbheit oder Erhabenheit entfalten und die Textinterpretation determinieren. Bislang wurden insbesondere die Erzählstrukturen großepischer Werke von der mediolatinistischen Forschung erfasst. Inwiefern Kleinepen einen anderen narrativen Ductus aufweisen und somit die Werkdimension die Faktur der Narration bestimmt, blieb wenig beachtet. Die vorliegende Arbeit setzt bei dieser offenen Frage an und bietet anhand narratologischer Untersuchungen fünf frühmittelalterlicher Kleinepen Waltharius', Ruodlieb', Karlsepos', Ecbasis captivi' und Vita Mammae' eine textzentrierte Antwort. Mittels umfangreicher Erzähleranalysen dieser verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten narrativer Kompositionen und deren Kontrastierung mit großepischen Erzählweisen skizziert die Arbeit ein Profil kleinformatigen Erzählens, das sich stärker an diskursiven als an inhaltlichen Parametern orientiert.
Titel
Narration und Gattung
Untertitel
Konstruktionen des poetischen Erzählers in der Kleinepik des Frühmittelalters.
Autor
EAN
9783615401165
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Veröffentlichung
01.02.2021
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Anzahl Seiten
346
Gewicht
744g
Größe
H24mm x B16mm
Auflage
2021
Lesemotiv
Unerwartete Verzögerung
Ups, ein Fehler ist aufgetreten. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.