Mit einem Pferd an seiner Seite kann man so ziemlich alles erleben - außer vielleicht einen ganz normalen Tag.
Quarter Horse Kowinski hegt den Verdacht, dass das Leben mehr zu bieten hat als Koppel, Reithalle und Hufpflege. Er will die Welt entdecken - Schritt für Schritt, Huf für Huf. Warum nicht mal über einen Weihnachtsmarkt bummeln und Glühwein trinken, S-Bahn fahren oder ein Konzert besuchen? Selbst das Drachensteigen erscheint ihm als würdiges Experiment zur Erweiterung des Horizonts.
Seine Besitzerin hat gelernt, bei ungewöhnlichen Ideen tief durchzuatmen.
Denn wenn Kowinski sich etwas in den Kopf gesetzt hat, ist der Mensch machtlos und der Ausgang ungewiss.
Autorentext
Anna Leyk, Jahrgang 1965, stammt aus Gelsenkirchen und lebt seit mehr als 20 Jahren in Stuttgart. Die studierte Sprach- und Literaturwissenschaftlerin ist begeisterte Westernreiterin und hat einen Ratgeber zum Thema Pferdekauf veröffentlicht. Ihr Schwerpunkt liegt auf belletristischen, meist humorvollen Geschichten. Mit der Stuttgarter Autorinnengruppe hat sie zwei Anthologien veröffentlicht.
Großes Vorbild für den Kowinski ist ihr eigenes Pferd. "Bei einer symbiotischen Beziehung zu einem Pferd kann man nie genau sagen, wer verrückter ist: der Mensch oder das Pferd. Ich nehme an, tendenziell der Mensch. Das Pferd ist dafür geduldiger und hat mehr Sinn für Situationskomik."