Verfeinert, ökonomisiert, scheinbar humanisiert hat der Marsmensch seine Methoden seit der ersten, blutigen Invasion, die der Engländer Herbert Wells 1898 beschrieb. Keine Vernichtung der Erdenmenschheit mehr, sondern Unterwerfung und Nutzanwendung als - Lieferant von Magensaft! Bei höchst amüsantem Augenmerk aufs Detail beobachten die Strugazkis, wie eine Spießergesellschaft auf die außerirdische Erschütterung ihres Daseins reagiert, wie sie schwankt zwischen zielloser Opposition, passivem Abwarten und kläglichem Anpassertum, wie sie sich alsbald wieder "einrichtet" und das gewohnte Leben zwischen Haus, Garten, Kneipe, Briefmarkenalbum und Sorge um die Rente fortsetzt, wie sie Scheinzustände und Scheinaktivitäten zur Rechtfertigung vor sich selbst und nach außen hin benutzt ... Gewiß geht es den Autoren nicht einfach um eine neuerliche Entlarvung der bourgeoisen, genauer, der kleinbürgerlichen Gesellschaft, sie geißeln überhaupt Erscheinungsformen von Engstirnigkeit, Beschränktheit, Egoismus und Selbstbetrug. Die Brüder Arkadi und Boris Strugazki gehören zu den Spitzenautoren der sowjetischen wissenschaftlichen Phan- tastik. Bisher erschienen in der DDR: "Atomvulkan Gol- konda", "Der ferne Regenbogen", "Hotel ,Zum Verunglückten Bergsteiger'", "Ein Gott zu sein ist schwer", "Die dritte Zivilisation", außerdem zahlreiche Erzählungen in Sammelbänden.

Titel
Die zweite Invasion der Marsmenschen
Untertitel
Beste SF
EAN
6610001178901
Format
E-Book (epub)
Veröffentlichung
08.03.2026
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.79 MB
Anzahl Seiten
170