Es war das Verdun des 17. Jahrhunderts. Von 1601 bis 1604 belagerte die mächtige spanische Armee die kleine, von den Niederländern gehaltene Hafenstadt Ostende. Was als schnelles Gefecht geplant war, eskalierte zu einem dreijährigen Albtraum, der die Ressourcen beider Weltmächte bis zur völligen Erschöpfung ausblutete. Über 100.000 Männer starben in einem winzigen Streifen aus Sand, Schlamm und zerschossenen Befestigungsanlagen. Diese historische Aufarbeitung dekonstruiert die logistische und psychologische Mechanik der blutigsten Belagerung der Frühen Neuzeit. Sie zeigt auf, wie Ostende zum ultimativen Testlabor für moderne Militärtechnik wurde - von gigantischen schwimmenden Festungen bis hin zu raffinierten Minensystemen und chemischen Brandwaffen. Der Krieg wurde hier nicht mehr durch heldenhafte Kavallerieangriffe entschieden, sondern durch pure industrielle Kapazität und rücksichtslose Ausdauer. Erfahren Sie, wie eine einzige Belagerung die spanischen Staatsfinanzen in den Ruin trieb und paradoxerweise den Grundstein für das Goldene Zeitalter der Niederlande legte. Ein brutaler und faszinierender Blick auf den Moment, in dem der Krieg industriell wurde.



Autorentext

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Titel
Blut im Sand
Untertitel
Die Belagerung von Ostende und die industrielle Zermrbung des 17. Jahrhunderts
EAN
9783565312412
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
11.03.2026
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.81 MB
Anzahl Seiten
165