Wie konnte aus einer der ältesten Weltzivilisationen der Erde ein Staat werden, der heute zwischen jahrtausendealter Kultur und digitaler Allmacht die Welt beschäftigt? Wer China verstehen will, braucht mehr als Schlagzeilen. "Geschichte Chinas" zeigt klar gegliedert, wie sich aus Dynastien, Revolutionen und Modernisierung eine der einflussreichsten Mächte der Gegenwart entwickelte.
Schon der frühe geschichtliche Horizont dieses Buches macht seine Anziehungskraft aus. China erscheint hier nicht als bloßer Gegenwartsriese, sondern als eine der ältesten großen Weltzivilisationen, deren Entwicklung von Schrift, Philosophie, Wissenschaft und staatlicher Ordnung die Menschheitsgeschichte mitprägte. Seit etwa 2000 v. Chr. wurde das Land von bedeutenden Dynastien regiert, deren historische Rolle sich mit europäischen Königshäusern vergleichen lässt. Gerade diese lange Linie macht sichtbar, warum die Abdankung des letzten Kaisers im Jahr 1912 nicht nur ein politischer Einschnitt war, sondern das Ende einer ganzen Epoche.
Ebenso packend zeichnet das Buch die Krisen nach, die China im 19. und frühen 20. Jahrhundert veränderten. Nach den "Opiumkriegen" sicherte sich Großbritannien im Jahr 1842 die Kontrolle über Hongkong, europäische Mächte nutzten Chinas Schwäche aus und hinterließen ein kollektives Trauma. In dieser Zeit trat Sun Yat-sen als republikanischer Revolutionsführer hervor, gründete die "Chinesische Nationalistische Volkspartei", die "Kuomintang", und forderte Reformen. Nach seinem Tod übernahm Chiang Kai-shek die Führung, doch der Machtkampf mit den chinesischen Kommunisten ließ das Land in einen langen Bürgerkrieg stürzen.
Seine dramatische Zuspitzung erhielt dieser Konflikt mit Mao Zedong. Unter seiner Führung gelang den Kommunisten der berühmte Lange Marsch der Jahre 1935 und 1936. Chiang Kai-shek und die "Kuomintang" wurden schließlich nach Taiwan verdrängt. Mit der Gründung der Volksrepublik China am 1. Oktober 1949 begann eine neue Epoche. Der "Große Sprung nach vorn" ab 1958 brachte katastrophale Hungersnöte, die "Kulturrevolution" ab 1966 Gewalt, Fanatismus und politische Verfolgung.
Umso eindrucksvoller erscheint der folgende Wandel. Nach Maos Tod im Jahr 1976 öffnete Deng Xiaoping das Land für ausländische Investoren und leitete eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik ein. Aus einem abgeschotteten System wurde eine ökonomische Großmacht und ein zentraler Handelspartner für die Welt. Heute ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde nach den USA und bestimmt Debatten über Technik, Umwelt, Menschenrechte, Zensur und Datenschutz mit. Seit 2013 steht Xi Jinping als Generalsekretär der "Kommunistischen Partei Chinas" und Staatspräsident an der Spitze des Landes, während die Regierung Kritik, Minderheiten und Teile der Bevölkerung mit harter Kontrolle und elektronischer Überwachung konfrontiert.
Bert Alexander Petzold verdichtet diese Entwicklung zu einer fundierten und gut lesbaren Gesamtdarstellung. Das Buch verbindet historische Übersicht, politische Einordnung und anschauliche Erzählkraft zu einer Einführung, die weit über oberflächliche Schlagworte hinausführt. Wer verstehen möchte, warum China zugleich Erbe uralter Dynastien, moderne Industrienation, digitale Allmacht und globaler Machtfaktor ist, findet hier verlässliches Wissen. Das Buch ist ideal geeignet zur Vorbereitung auf Prüfungen zur Erlangung der Hochschulreife und für das Studium an der Universität.
Wer Chinas Weg von den frühen Dynastien über Kolonialdruck, Bürgerkrieg, Maoismus und Wirtschaftsaufschwung begreifen will, erhält mit "Geschichte Chinas" ein Sachbuch von Aktualität und historischer Tiefe. Sichern Sie sich jetzt diesen Band und entdecken Sie ein Werk, das den Blick auf eine der prägendsten Nationen unserer Zeit schärft.