Eine kommunale Präventionskette verfolgt das Ziel, einfachgesetzlich verankerte Leistungen entlang des Lebensverlaufs eines Kindes von seinen Bedarfen her gedacht integriert zu erbringen und die Rechtskreiswechsel an den Übergängen zwischen den einzelnen Lebensphasen zu gestalten. In der Untersuchung von Christina Wieda dient das Paradigma der Präventionskette als Orientierung, ob der Staat Zuständigkeiten, Zugänge, Regelungen und Leistungen sowie deren Koordination über unterschiedliche Rechtskreise hinweg ausreichend normiert hat. Die Arbeit möchte damit eine Lücke zwischen den Zielen sozialrechtlicher Regelungen und der tatsächlichen Bereitstellung und Inanspruchnahme unterstützendender Leistungen schließen. Und nimmt dazu die Rolle der Staatsaufsicht in den Fokus.