David Fraesdorff untersucht in seinem Buch auf mentalitätsgeschichtlicher Grundlage die Bezeichnungen und die Bewertung des Nordens in fränkisch-deutschen Quellen des frühen und hohen Mittelalters. Die Ergebnisse werden in den Kontext einschlägiger älterer wie jüngster Forschungsliteratur zu Skandinavien und zur fränkischen Mission, zu geographischen Vorstellungen des Mittelalters, zu den hier behandelten Autoren und zu Fremdheitsvorstellungen eingeordnet. Im Mittelpunkt stehen sowohl die geographischen Vorstellungen vom Norden als auch die subjektive Bewertung dieser Region in den vier intensiv diskutierten historiographischen Werken Rimberts, Thietmars von Merseburg, Adams von Bremen und Helmolds von Bosau. Aber weit über diese hinaus liefert das Buch eine Behandlung aller wichtigen Autoren des 9. bis 12. Jahrhunderts unter Einschluß der antiken Tradition. Auf der Basis einer wissenschaftsgeschichtlichen und methodischen Einordnung des Themas bietet es damit erstmals solide begriffs- und mentalitätsgeschichtliche Ergebnisse zur Sicht des Nordens.



Inhalt
I. Hauptteil: Die Vorstellungen vom Norden 1. Die Termini für den Norden 2. Geographische Vorstellungen 3. Die Bewertung des Nordens in Antike und Mittelalter II. Hauptteil: Das Barbarische am Norden 1. Der Norden als das Fremde 2. Rimberts Vita Anskarii 3. Die Chronik Thietmars von Merseburg 4. Die Hamburgische Kirchengeschichte Adams von Bremen 5. Die Slawenchronik Helmolds von Bosau
Titel
Der barbarische Norden
Untertitel
Vorstellungen und Fremdheitskategorien bei Rimbert, Thietmar von Merseburg, Adam von Bremen und Helmold von Bosau
EAN
9783050048451
ISBN
978-3-05-004845-1
Format
PDF
Hersteller
Veröffentlichung
01.01.2009
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
47.14 MB
Anzahl Seiten
415
Jahr
2005
Untertitel
Deutsch
Lesemotiv