Für die Funktionsfähigkeit des Marktes für Unternehmensfinanzierung ist es von entscheidender Bedeutung, welche Eigentumsrechte der Finanzier ex post geltend machen kann. Eine explizite vertragliche Einschränkung der Kontroll- und Aneignungsrechte mindert die Finanzierungsbereitschaft ebenso, wie eine implizite, dem Vertrag nicht unmittelbar anzusehende Verwässerung der Eigentumsrechte. Die ex post Verletzung von Eigentumsrechten ist der Kern der Theorie unvollständiger Kontrakte, auf der auch diese Arbeit beruht. Im vorliegenden Werk wird untersucht, wie sich Selbstbindungsinstrumente auf die faktischen Eigentumsrechte von Finanzier und Unternehmer auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bereitschaft von Banken zur Unternehmenssanierung und zur Übernahme von Unternehmenskontrollen wesentlich zur Erhöhung der Finanzierungskapazität von unvollständigen Kredit- und Beteiligungsverträgen beitragen.



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Klappentext

Für die Funktionsfähigkeit des Marktes für Unternehmensfinanzierung ist es von entscheidender Bedeutung, welche Eigentumsrechte der Finanzier ex post geltend machen kann. Eine explizite vertragliche Einschränkung der Kontroll- und Aneignungsrechte mindert die Finanzierungsbereitschaft ebenso, wie eine implizite, dem Vertrag nicht unmittelbar anzusehende Verwässerung der Eigentumsrechte. Die ex post Verletzung von Eigentumsrechten ist der Kern der Theorie unvollständiger Kontrakte, auf der auch diese Arbeit beruht. Im vorliegenden Werk wird untersucht, wie sich Selbstbindungsinstrumente auf die faktischen Eigentumsrechte von Finanzier und Unternehmer auswirken. Die Ergebnisse zeigen, dass die Bereitschaft von Banken zur Unternehmenssanierung und zur Übernahme von Unternehmenskontrollen wesentlich zur Erhöhung der Finanzierungskapazität von unvollständigen Kredit- und Beteiligungsverträgen beitragen.



Inhalt
1. Einleitung.- 1.1 Nicht-kontrahierbare Unternehmenserträge und Insolvenz.- 1.2 Nicht-kontrahierbare strategische Unternehmensentscheidungen.- 1.3 Kurzzusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse in den Kapiteln.- 1.4 Fazit.- 2. Beobachtbarkeit der Risikoklasse, Firmenrestrukturierung und Kreditbesicherung.- 2.1 Einführung.- 2.2 Das Modell.- 2.3 Verhandlungsmacht und Restrukturierungs-Know-how der Fall ohne Sicherheiten.- 2.4 Restrukturierungs-Know-how und Besicherung.- 2.5 Endogene Restrukturierungsexpertise.- 2.6 Zusammenfassung und Fazit.- A. Entry zu Kapitel 2.- 3. Überblick über die Empirie.- 3.1 Hypothesen.- 3.2 Restrukturierung versus Kreditbesicherung.- 3.3 Marktmacht.- 3.4 Kreditvolumen.- 3.5 Schuldnerrisiko und Besicherung.- 3.6 Fazit.- 4. Unbeobachtbarkeit der Risikoklasse Kreditbesicherung, Restrukturierungs-Know-how und Schuldnerseparierung.- 4.1 Einführung.- 4.2 Optimale Kontrakte und Wettbewerbsgleichgewicht.- 4.3 Eindimensionale Informationsasymmetrie.- 4.4 Zweidimensionale Informationsasymmetrie: Private Information und strategische Insolvenz.- 4.5 Zusammenfassung und Fazit.- A. Entry zu Kapitel 4.- 5. Unternehmenskontrolle und Standardfinanzierungsinstrumente.- 5.1 Einführung.- 5.2 Das Modell.- 5.3 Optimale Leistung des Managers.- 5.4 Externe Finanzierung.- 5.5 Zusammenfassung und Fazit.- A. Entry zu Kapitel 5.- 6. Schlussbemerkung.- 7. Literaturverzeichnis.
Titel
Hausbankbeziehung und optimale Finanzkontrakte
Untertitel
Unvollständige Finanzierungsverträge, Selbstbindung und Unternehmenskontrolle
EAN
9783642574399
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Veröffentlichung
07.03.2013
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Anzahl Seiten
178
Auflage
2003
Lesemotiv