Als Arthur Evans 1900 die Ruinen von Knossos ausgrub, fand er hunderte von Tontafeln, die mit mysteriösen, unlesbaren Symbolen bedeckt waren. Ein halbes Jahrhundert lang scheiterten die klügsten Linguisten der Welt an dieser rätselhaften Schrift. Die antike Welt schien für immer zu schweigen. Dann kam Michael Ventris. Er war kein Historiker und kein Akademiker, sondern ein brillanter junger Architekt, der die mysteriösen Zeichen nicht als Sprache, sondern als ein mathematisches, strukturelles Designproblem betrachtete. Durch den Aufbau von komplexen Rastern und logischen Ausschlussverfahren gelang ihm das Unmögliche: Er knackte Linear B und bewies, dass es sich um eine archaische Form des Griechischen handelte. Dieses Buch dokumentiert einen der größten intellektuellen Triumphe der modernen Archäologie. Es zeigt, wie die rigorose Logik eines Außenseiters ein 3000 Jahre altes Geheimnis lüftete und die gesamte europäische Geschichte auf den Kopf stellte. Erleben Sie die obsessive Jagd nach dem Sinn hinter den Symbolen und verstehen Sie die Mechanik, mit der eine tote Zivilisation wieder zum Sprechen gebracht wurde.



Autorentext

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Titel
Linear B: Die architektonische Entschlüsselung der europäischen Bronzezeit
Untertitel
Symbole, Silben, und der brillante linguistische Durchbruch in der mykenischen Geschichte, 1900-1952
EAN
9783565342389
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
20.03.2026
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.87 MB
Anzahl Seiten
138