Wie kaum ein Schriftsteller der zeitgenössischen persischen Literatur hat Jalal-e Al-e Ahmad den anderen Blick auf die gesellschaftliche Situation des iranischen Volkes in der Ära des Pahlawi-Regimes (19251979) geworfen. Oft in einem Atemzug mit Alawi, Jamalzadeh und Hedayat genannt, ist Al-e Ahmad als Fackelträger der modernen Literatur bezeichnet worden, der sich mit den politischen Verletzungen und Verirrungen in seiner Heimat auseinandersetzt. Er schweigt nicht, als Iran sich aufmacht, den Verheißungen des Westens blind zu folgen, als der noch weithin feudalistische Agrarstaat Iran in einen Industriestaat nach europäischem und US-amerikanischem Vorbild verwandelt werden soll. Der ungestüme und rücksichtslose Fortschrittswillen, den Al-e Ahmad für eine obsessive Idee der iranischen Herrscher hält, weckt in ihm Skepsis, Widerspruch und Kritik und macht ihn zu einer der wichtigsten literarischen und ideologischen Stimmen der intellektuellen Opposition in Iran.

Klappentext

Die Reihe Islamkundliche Untersuchungen wurde 1969 im Klaus Schwarz Verlag begründet und hat sich zu einem der wichtigsten Publikationsorgane der Islamwissenschaft in Deutschland entwickelt. Die über 330 Bände widmen sich der Geschichte, Kultur und den Gesellschaften Nordafrikas, des Nahen und Mittleren Ostens sowie Zentral-, Süd- und Südost-Asiens.

Titel
Der Nativist Galal-e Al-e Ahmad und die Verwestlichung Irans im 20. Jahrhundert
Untertitel
Nativist Galal-e Al-e Ahmad und die Verwestlichung Irans im 20. Jahrhundert
EAN
9783112402108
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Veröffentlichung
11.10.2021
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
57.93 MB
Anzahl Seiten
199
Lesemotiv