Die Grundlagen der Arithmetik (1884) begründet den Logizismus: Arithmetik soll aus rein logischen Begriffen und Gesetzen hervorgehen. Frege fasst Zahlen als Gegenstände und analysiert Zahlensätze über die Gleichzahligkeit von Begriffen, geleitet vom Kontextprinzip. Im Streit mit Empirismus, Formalismus und Kants Lehre vom synthetisch-Apriorischen entwickelt er die Unterscheidung von Begriff und Gegenstand, diskutiert die Rolle exakter Definitionen und weist Psychologismen zurück, um dem Zahlbegriff Objektivität und Notwendigkeit zu sichern. Gottlob Frege (1848-1925), Mathematiker und Logiker in Jena, begründete mit der Begriffsschrift (1879) die moderne Prädikatenlogik und prägte das analytische Programm der Mathematikphilosophie. Getrieben von begrifflicher Strenge und semantischer Klarheit, und im Widerstand gegen Algebraisten, Psychologisten und die kantische Tradition, analysierte er den Zahlbegriff logisch. Die spätere Krise durch Russells Paradox traf sein größeres System, mindert aber nicht die Grundintention und Präzision dieses frühen Werks. Dieses Buch empfiehlt sich allen, die die Grundlagen der Mathematik, die Methodik logischer Analyse und die Ursprünge der analytischen Philosophie verstehen wollen. Es verlangt geduldige Lektüre, belohnt aber mit begrifflicher Schärfe, strenger Argumentation und heutiger Relevanz-bis hin zu Debatten um Abstraktionsprinzipien. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.