Steckt in Reproduktionstechnologien queerendes Potential für Fortpflanzung und Verwandtschaft? Oder schreiben sie bestehende Machtverhältnisse fort? Reproduktionstechnologien verändern die menschliche Fortpflanzung: In-vitro-Fertilisation ermöglicht die Zeugung ohne heterosexuellen Sex, Uterustransplantationen erlauben es Menschen ohne angeborene Gebärmutter, schwanger zu werden. In Zukunft könnte es möglich sein, dass Schwangerschaften ganz außerhalb des menschlichen Körpers stattfinden. Damit scheinen Reproduktionstechnologien die Chance zu bieten, herkömmliche Vorstellungen von Geschlecht und Sexualität zu überwinden. Steckt in Reproduktionstechnologien also jede Menge queerendes Potential für Fortpflanzung, Elternschaft und Verwandtschaft? Wie alle gesellschaftlichen Entwicklungen sind Reproduktionstechnologien in bestehende Machtverhältnisse eingebunden: Rechtliche Regelungen und Kostenübernahmen der Krankenkassen stellen sicher, dass assistierte Reproduktion hauptsächlich für heterosexuelle, verheiratete Paare zugänglich ist. Gleichzeitig werden Reproduktionstechnologien kommerzialisiert und zu Waren in globalen Ausbeutungsverhältnissen.

Autorentext
Valle Mazzaferro, geboren 1995, hat Soziale Arbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin studiert und dort ein studentisches Seminar zu Reproduktiver Gerechtigkeit - unter anderem im Kontext queerer und transfeministischer Politiken - veranstaltet.
Titel
Reproduktionstechnologien
Untertitel
Queere Perspektiven und reproduktive Gerechtigkeit
EAN
9783835347199
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
29.11.2021
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.24 MB
Anzahl Seiten
58
Lesemotiv