"Das Goldene Grab - Wie Hybris das mächtigste Schiff der Welt versenkte" analysiert eines der spektakulärsten Desaster der Technikgeschichte: den Untergang der Vasa. Im Jahr 1628 lief das prachtvollste Kriegsschiff der schwedischen Flotte vom Stapel und sank nach nur 1300 Metern noch im Hafen von Stockholm. Oft wird dies als Unfall betrachtet, doch dieses Buch entlarvt es als Lehrstück für gescheitertes Management. Der Historiker Hannes Beyer rekonstruiert die Kette von Fehlentscheidungen. König Gustav II. Adolf mischte sich ständig in die Planung ein, änderte während des Baus die Maße und bestand auf einem zusätzlichen Kanonendeck, das die Physik des Schiffes instabil machte. Niemand wagte es, dem König zu widersprechen, obwohl die Schiffbauer wussten, dass die Vasa toplastig war. "Das Goldene Grab" ist eine Parabel auf hierarchische Blindheit und "Scope Creep" (das unkontrollierte Ausweiten von Anforderungen). Es zeigt, was passiert, wenn politische Wünsche die Naturgesetze ignorieren und Angstkultur dazu führt, dass Warnungen verschwiegen werden. Ein Buch für jeden, der verstehen will, warum Großprojekte auch heute noch scheitern.
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