"Der Kauf des Kaisers - Wie ein Augsburger Kaufmann die Weltgeschichte bezahlte" erzählt die Geschichte des reichsten Mannes, der je gelebt hat: Jakob Fugger. Während wir heute über Elon Musk oder Jeff Bezos staunen, verblasst deren Einfluss gegen den des Augsburger Bankiers im 16. Jahrhundert. Fugger war der erste Mensch, der begriff, dass Geld mächtiger ist als Adelstitel oder Armeen. Der Wirtschaftshistoriker Hannes Keller analysiert das Meisterstück der politischen Korruption: die Wahl von Kaiser Karl V. im Jahr 1519. Fugger finanzierte die Bestechungsgelder für die Kurfürsten und installierte so den mächtigsten Herrscher der Christenheit. Das Buch zitiert den berühmten Brief, in dem Fugger den Kaiser unverblümt daran erinnerte: "Es ist bekannt, dass Eure Majestät ohne meine Hilfe die Römische Krone nicht hätte erlangen können." "Der Kauf des Kaisers" ist eine Fallstudie über die Geburt des modernen Lobbyismus und die Verflechtung von Staatsmacht und Hochfinanz. Es zeigt, dass Könige und Päpste oft nur die Marionetten jener waren, die die Kredite vergaben, und dass die wahre Macht nicht auf dem Thron, sondern im Kontor saß.
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