Zwei Spieler allein sind noch lange keine Bar-Bolz-Bande. Und so machen sich Mark und Derik auf den Weg, um den nächsten Ballzauberer zu suchen. Doch nur, wenn sie auch das Rätsel um den unheimlichen 'fünften Mann' lösen und sich einem Duell ohne Limit stellen, können sie das neue Mitglied für ihre Beachsoccer-Bande gewinnen ...
Autorentext
n/a
Leseprobe
Atemstillstand
Es gibt Tage, die werden bereits als Erinnerung geboren. Ich meine Tage, die man einfach nie mehr im Leben vergisst. An denen etwas Besonderes, etwas Einschneidendes geschieht, etwas, das für immer und alle Ewigkeit im Kopf gespeichert bleibt. Zum Beispiel ein Panikanfall tief unter der Wasseroberfläche. In einem engen Tunnel, der von einer dunkelblau schimmernden Grotte abzweigt und durch scharfkantiges Gestein in endlose Dunkelheit führt.
Am heutigen Tag, an dem von Anfang an alles auf genau dieses Ereignis zulief, das sich für alle Zeiten in meine Festplatte einbrennen sollte, befand ich mich im Moment der Speicherung genau in so einem Unterwassertunnel.
Atemstillstand.
Offensichtlich sollte ich, Mark Wiener, knapp 14 Jahre alt, schon vier Wochen nach unserer Ankunft in der Barbolzburg auf Barefoot-Island kläglich absaufen, statt - wenn es schon sein musste - wie ein Mann auf einem Beachsoccer-Schlachtfeld zu sterben.
Es war irgendwie wie damals, als mein Freund Derik mich im Jahnstadion beinahe mit dem knochenharten Lederball erschossen hatte, nur ohne Engelsgesang: Mein Selbsterhaltungstrieb brach in sich zusammen und machte einem halbschlafartigen Zustand zwischen Leben und Tod Platz. Wider Erwarten hetzte aber nicht mein ganzes Leben an mir vorüber, es schossen nur die letzten Stunden, seit ich heute Morgen aus dem Bett gekrochen war, durch mein langsam herunterfahrendes Gehirn.
Die Ereignisse dieses Tages hatten mit einem Sonnenstrahl begonnen. Der hatte sich früher als erwartet eingeschlichen und durch die Palmwedel der tropischen Wunderwelt gemogelt, die uns hier umgab. Danach hatte er sich in mein felsiges Zimmergewölbe hoch oben über unserer Soccer-Arena gestohlen, um mich wachzukitzeln. Was ihm auch gelungen war.
Die Wohnhöhlen der in einem ewigen Nebelring versteckten Felseninsel waren übrigens trotz Sandbodens so komfortabel ausgestattet, dass es Derik und mich bei unserer Ankunft auf Barefoot-Island aus den Socken gehoben hätte - hätten wir welche an den Füßen gehabt: Ein Bad mit fließend heißem Wasser entsprach ja noch unserer Erwartungshaltung, aber Internet, Touchscreen-Bildschirme und eine Bibliothek (genauer gesagt: für jeden ein wasserfestes E-Book der neuesten Generation, auf das wir uns jeden denkbaren Buchtitel laden durften) waren dann doch ziemliche Extraklasse.
Ich war gerade zur Toilette geschlurft, als mich plötzlich dieses eigenartige Gefühl überkam, dass heute irgendwas Außergewöhnliches passieren würde. Einer dieser Tage eben.
Bereits beim Frühstück unten in der Speisehöhle hatten der alte Ed und sein etwa ebenso alter Kumpel Mbeki uns mit einem Arbeitsauftrag zu Tode erschreckt:
Derik und ich sollten die verwitterten Decksplanken des verrotteten Fischkutters "Ollie" abschleifen! Der Kahn lag in einer türkisblauen Grotte vor Anker, genau dort, wo wir das erste Mal einen Fuß auf diese Insel gesetzt hatten. Er sah aus, als sei er seit ewigen Zeiten - also mindestens seit der Erfindung des Mobiltelefons - nicht mehr benutzt worden.
"Wir sollen was?", entfuhr es mir, nachdem ich mich etwas von dem Schreck erholt hatte. "Wir sind die Bar-Bolz-Bande ! Beachsoccer-Spieler, keine Aushilfsmatrosen!"
"Ihr seid noch gar nichts, und bis ihr etwas seid, habt ihr noch sehr viel Arbeit vor euch. Ollie ist erst der Anfang." Mbeki schlürfte Cappuccino aus seiner Tasse und ergänzte: "Ihr seid nur zwei Faultiere und weiter weg von eurem großen Ziel als am Tag eurer Ankunft. Und außerdem fehlen euch noch mindestens drei Spieler!"
"Und fo follen fir die herfaubern?", mampfte Derik sich ins Gespräch ein, während er gleichzeitig die klebrige Marmelade von seinen Fingern leckte.
"Haft du daff inzwiffen vergeffen, Derik?", machte ihn Ed schmunzelnd nach und erklärte dann: "Ihr werdet sie nicht einfach herzaubern können. Ihr werdet sie schon suchen und finden müssen. Schließl
Die Bar-Bolz-Bande bekommt ihre erste Lektion erteilt, und es wird klar, dass vor allem eines fehlt: Alex, der fünfte Mann. Zusammen mit dem Leuchtturmwärter Barbados stechen sie auf einem alten Fischkutter in See Richtung Amsterdam, um Alex zu suchen. Doch Alex ist nicht der, wofür er gehalten wird - und steckt außerdem in riesigen Schwierigkeiten ...
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Atemstillstand
Es gibt Tage, die werden bereits als Erinnerung geboren. Ich meine Tage, die man einfach nie mehr im Leben vergisst. An denen etwas Besonderes, etwas Einschneidendes geschieht, etwas, das für immer und alle Ewigkeit im Kopf gespeichert bleibt. Zum Beispiel ein Panikanfall tief unter der Wasseroberfläche. In einem engen Tunnel, der von einer dunkelblau schimmernden Grotte abzweigt und durch scharfkantiges Gestein in endlose Dunkelheit führt.
Am heutigen Tag, an dem von Anfang an alles auf genau dieses Ereignis zulief, das sich für alle Zeiten in meine Festplatte einbrennen sollte, befand ich mich im Moment der Speicherung genau in so einem Unterwassertunnel.
Atemstillstand.
Offensichtlich sollte ich, Mark Wiener, knapp 14 Jahre alt, schon vier Wochen nach unserer Ankunft in der Barbolzburg auf Barefoot-Island kläglich absaufen, statt - wenn es schon sein musste - wie ein Mann auf einem Beachsoccer-Schlachtfeld zu sterben.
Es war irgendwie wie damals, als mein Freund Derik mich im Jahnstadion beinahe mit dem knochenharten Lederball erschossen hatte, nur ohne Engelsgesang: Mein Selbsterhaltungstrieb brach in sich zusammen und machte einem halbschlafartigen Zustand zwischen Leben und Tod Platz. Wider Erwarten hetzte aber nicht mein ganzes Leben an mir vorüber, es schossen nur die letzten Stunden, seit ich heute Morgen aus dem Bett gekrochen war, durch mein langsam herunterfahrendes Gehirn.
Die Ereignisse dieses Tages hatten mit einem Sonnenstrahl begonnen. Der hatte sich früher als erwartet eingeschlichen und durch die Palmwedel der tropischen Wunderwelt gemogelt, die uns hier umgab. Danach hatte er sich in mein felsiges Zimmergewölbe hoch oben über unserer Soccer-Arena gestohlen, um mich wachzukitzeln. Was ihm auch gelungen war.
Die Wohnhöhlen der in einem ewigen Nebelring versteckten Felseninsel waren übrigens trotz Sandbodens so komfortabel ausgestattet, dass es Derik und mich bei unserer Ankunft auf Barefoot-Island aus den Socken gehoben hätte - hätten wir welche an den Füßen gehabt: Ein Bad mit fließend heißem Wasser entsprach ja noch unserer Erwartungshaltung, aber Internet, Touchscreen-Bildschirme und eine Bibliothek (genauer gesagt: für jeden ein wasserfestes E-Book der neuesten Generation, auf das wir uns jeden denkbaren Buchtitel laden durften) waren dann doch ziemliche Extraklasse.
Ich war gerade zur Toilette geschlurft, als mich plötzlich dieses eigenartige Gefühl überkam, dass heute irgendwas Außergewöhnliches passieren würde. Einer dieser Tage eben.
Bereits beim Frühstück unten in der Speisehöhle hatten der alte Ed und sein etwa ebenso alter Kumpel Mbeki uns mit einem Arbeitsauftrag zu Tode erschreckt:
Derik und ich sollten die verwitterten Decksplanken des verrotteten Fischkutters "Ollie" abschleifen! Der Kahn lag in einer türkisblauen Grotte vor Anker, genau dort, wo wir das erste Mal einen Fuß auf diese Insel gesetzt hatten. Er sah aus, als sei er seit ewigen Zeiten - also mindestens seit der Erfindung des Mobiltelefons - nicht mehr benutzt worden.
"Wir sollen was?", entfuhr es mir, nachdem ich mich etwas von dem Schreck erholt hatte. "Wir sind die Bar-Bolz-Bande ! Beachsoccer-Spieler, keine Aushilfsmatrosen!"
"Ihr seid noch gar nichts, und bis ihr etwas seid, habt ihr noch sehr viel Arbeit vor euch. Ollie ist erst der Anfang." Mbeki schlürfte Cappuccino aus seiner Tasse und ergänzte: "Ihr seid nur zwei Faultiere und weiter weg von eurem großen Ziel als am Tag eurer Ankunft. Und außerdem fehlen euch noch mindestens drei Spieler!"
"Und fo follen fir die herfaubern?", mampfte Derik sich ins Gespräch ein, während er gleichzeitig die klebrige Marmelade von seinen Fingern leckte.
"Haft du daff inzwiffen vergeffen, Derik?", machte ihn Ed schmunzelnd nach und erklärte dann: "Ihr werdet sie nicht einfach herzaubern können. Ihr werdet sie schon suchen und finden müssen. Schließl
Titel
Die Bar-Bolz-Bande, Band 2
Untertitel
Der fünfte Mann
Autor
Illustrator
EAN
9783838718194
ISBN
978-3-8387-1819-4
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Herausgeber
Genre
Veröffentlichung
07.04.2012
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
4.88 MB
Anzahl Seiten
192
Jahr
2012
Untertitel
Deutsch
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Auflage
1. Aufl. 2012
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