Die Bar-Bolz-Bande nimmt Kurs auf Brasilien, das Mekka der Beachsoccer. Endlich wollen sie ihn sich holen: den Cup der Cups, den Beachsoccer-Pokal von Barracuda! Doch als ihr Traum zum Greifen nahe scheint, legen sich die Schatten der Vergangenheit über die Barbolzer. Sie treffen auf einen alten Rivalen, mit dem sie nicht gerechnet haben, und dann verliert einer der fünf Freunde auch noch den Boden unter seinen nackten Füßen ? Die Bar-Bolz-Bande ? Sonne, Sand und Soccer ? das spannendste Fußballabenteuer aller Zeiten!
Autorentext
n/a
Leseprobe
Der Geist aus der Vergangenheit
Die Insel ist überfallen worden! , kippte ein Lastwagen auf meine schon seit Tagen arbeitende Gedankenbaustelle, während ein Kran bereits die nächste Eingebung fallen ließ, die sich donnernd in mein Bewusstsein bohrte: Wer immer sie sind, sie dürfen uns nicht sehen!
"In Deckung!", befahl ich, ohne das eigentliche Kommando an Bord zu haben. Doch Derik hatte die Situation genauso schnell erfasst wie ich, denn er hatte den Steuermann bereits vom Hocker gestoßen.
"He!", mehr konnte Westerwelle nicht mehr zum Geschehen beitragen.
Derik riss das Ruder herum und presste den Gashebel nach vorne. Das Aufheulen des Außenborders übertönte sogar das Tosen der Brandung, während das kleine Motorboot mit dem Heck eintauchte, den Bug aus den Wellen hob und sich nach vorne katapultierte. Haargenau auf die scharfkantigen Felsen zu.
"Beim Klabautermann!", rief Westerwelle, nachdem er rücklings im Heck gelandet war.
Pizzo quiekte wie ein Schwein auf der Flucht und entwischte in die kleine Koje unter der Bugnase des Motorbootes, dessen viel zu nachlässig befestigter Anker schwer hin und her schlug, während der Glasfaserrumpf auf die Wogen donnerte, die sich ihm entgegenschlugen. Alex bohrte ihre Fingernägel in meinen Oberarm, und sogar Victor verlor seine jamaikanische Gelassenheit: "Scheiße!"
Derik steuerte mit Vollgas auf die Klippen zu.
"D... der bringt uns um!", rief Westerwelle, bevor wir in die dunkelgraue Felswand hineinzoomten, als befänden wir uns im Inneren eines mächtigen Teleobjektivs, das auf das Ende unseres Daseins ausgerichtet war. Der Himmel, die Wolken und die Krähen verschwanden aus dem Bildausschnitt, bis nur noch die grauschwarze Wand vor uns lag. Der Aufprall stand unmittelbar bevor. Westerwelle bekreuzigte sich. Zwischen mir und dem Ende befanden sich nur noch Deriks Rücken und die Bugnase des Motorbootes, die sich in immer kürzerem Rhythmus in die letzte felsengraue Momentaufnahme meines Lebens hob. In meinem Oberarm Alex' Fingernägel, aus der Koje Pizzos Quietschen, Victors Witze verpufften, und Tokios Glitzermähne war nur noch ein nasser und farbloser Schleier, der in ihrem Gesicht klebte.
Aber meine Reflexe lebten noch. Auch wenn das Adrenalin vermutlich viel zu spät in meinen Kreislauf geschossen war, sie zündeten: Ich riss mich aus Alex' Griff und stürzte mich auf Derik, der uns alle scheinbar ins Verderben reißen wollte. Doch ich landete im Aus. Denn Derik war alles andere als wahnsinnig geworden. Er hatte just im selben Moment (und zwar im allerletzten) "Festhalten!" gebrüllt, seinen Oberkörper nach Backbord geschmissen und das Ruder herumgerissen. Mikrosekundenkurz vor dem erwarteten Crash.
Das Motorboot röhrte auf und bretterte um Haaresbreite an den messerscharfen Felszähnen vorbei, die die Insel beschützten wie die gebleckten Zähne eines an die Kette gelegten Raubtieres. Dann, nachdem Derik den Rumpf plötzlich wieder in die Gerade geschwenkt hatte, jagten wir, keine Handbreit von den Klippen entfernt, unter mächtigen Überhängen hindurch und wie ein Torpedo durch die weißkalte Gischt der Brandung. Unsichtbar für jeden, der den Rand und die Kuppen des Kraters, der unsere Soccer-Arena einschloss, besetzt hatte. Derik hatte uns in einer halsbrecherischen Blitzaktion in den toten Winkel unter der Insel katapultiert!
Aber die Achterbahnfahrt war noch nicht zu Ende. Sie ging nur in eine weitere Runde, denn noch konnten wir vom obersten Geschoss des Leuchtturms aus gesehen werden.
"In die Surfbucht!", brüllte ich. Aber Derik musste sich hundert Prozent darauf konzentrieren, dass wir nicht von einem der Brecher in die Felsen gedrückt wurden. "Tokio!", rief ich. "Wir müssen die Einfahrt finden!"
Wir starrten auf die vorausliegenden Felsnasen, scannten sie ab und suchten irgendeinen Anhaltspunkt, der uns die Lage der sicheren Surfbucht verraten würde. Wir m
Die Barbolz-Bande ist auf ihrer Suche nach den heißesten Sandsoccer-Spots des Universums nicht mehr aufzuhalten - und nimmt Kurs auf Brasilien, das Mekka der Beachsoccer. Endlich wollen sie ihn sich holen: den Cup der Cups, den Beachsoccer-Cup von Barracuda!
Doch als ihr Traum zum Greifen nahe scheint, legen sich die Schatten der Vergangenheit über die Barbolzer. Sie treffen auf einen alten Rivalen, mit dem sie nicht gerechnet haben, und dann verliert einer der fünf Freunde plötzlich auch noch den Boden unter seinen nackten Füßen ...
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n/a
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Der Geist aus der Vergangenheit
Die Insel ist überfallen worden! , kippte ein Lastwagen auf meine schon seit Tagen arbeitende Gedankenbaustelle, während ein Kran bereits die nächste Eingebung fallen ließ, die sich donnernd in mein Bewusstsein bohrte: Wer immer sie sind, sie dürfen uns nicht sehen!
"In Deckung!", befahl ich, ohne das eigentliche Kommando an Bord zu haben. Doch Derik hatte die Situation genauso schnell erfasst wie ich, denn er hatte den Steuermann bereits vom Hocker gestoßen.
"He!", mehr konnte Westerwelle nicht mehr zum Geschehen beitragen.
Derik riss das Ruder herum und presste den Gashebel nach vorne. Das Aufheulen des Außenborders übertönte sogar das Tosen der Brandung, während das kleine Motorboot mit dem Heck eintauchte, den Bug aus den Wellen hob und sich nach vorne katapultierte. Haargenau auf die scharfkantigen Felsen zu.
"Beim Klabautermann!", rief Westerwelle, nachdem er rücklings im Heck gelandet war.
Pizzo quiekte wie ein Schwein auf der Flucht und entwischte in die kleine Koje unter der Bugnase des Motorbootes, dessen viel zu nachlässig befestigter Anker schwer hin und her schlug, während der Glasfaserrumpf auf die Wogen donnerte, die sich ihm entgegenschlugen. Alex bohrte ihre Fingernägel in meinen Oberarm, und sogar Victor verlor seine jamaikanische Gelassenheit: "Scheiße!"
Derik steuerte mit Vollgas auf die Klippen zu.
"D... der bringt uns um!", rief Westerwelle, bevor wir in die dunkelgraue Felswand hineinzoomten, als befänden wir uns im Inneren eines mächtigen Teleobjektivs, das auf das Ende unseres Daseins ausgerichtet war. Der Himmel, die Wolken und die Krähen verschwanden aus dem Bildausschnitt, bis nur noch die grauschwarze Wand vor uns lag. Der Aufprall stand unmittelbar bevor. Westerwelle bekreuzigte sich. Zwischen mir und dem Ende befanden sich nur noch Deriks Rücken und die Bugnase des Motorbootes, die sich in immer kürzerem Rhythmus in die letzte felsengraue Momentaufnahme meines Lebens hob. In meinem Oberarm Alex' Fingernägel, aus der Koje Pizzos Quietschen, Victors Witze verpufften, und Tokios Glitzermähne war nur noch ein nasser und farbloser Schleier, der in ihrem Gesicht klebte.
Aber meine Reflexe lebten noch. Auch wenn das Adrenalin vermutlich viel zu spät in meinen Kreislauf geschossen war, sie zündeten: Ich riss mich aus Alex' Griff und stürzte mich auf Derik, der uns alle scheinbar ins Verderben reißen wollte. Doch ich landete im Aus. Denn Derik war alles andere als wahnsinnig geworden. Er hatte just im selben Moment (und zwar im allerletzten) "Festhalten!" gebrüllt, seinen Oberkörper nach Backbord geschmissen und das Ruder herumgerissen. Mikrosekundenkurz vor dem erwarteten Crash.
Das Motorboot röhrte auf und bretterte um Haaresbreite an den messerscharfen Felszähnen vorbei, die die Insel beschützten wie die gebleckten Zähne eines an die Kette gelegten Raubtieres. Dann, nachdem Derik den Rumpf plötzlich wieder in die Gerade geschwenkt hatte, jagten wir, keine Handbreit von den Klippen entfernt, unter mächtigen Überhängen hindurch und wie ein Torpedo durch die weißkalte Gischt der Brandung. Unsichtbar für jeden, der den Rand und die Kuppen des Kraters, der unsere Soccer-Arena einschloss, besetzt hatte. Derik hatte uns in einer halsbrecherischen Blitzaktion in den toten Winkel unter der Insel katapultiert!
Aber die Achterbahnfahrt war noch nicht zu Ende. Sie ging nur in eine weitere Runde, denn noch konnten wir vom obersten Geschoss des Leuchtturms aus gesehen werden.
"In die Surfbucht!", brüllte ich. Aber Derik musste sich hundert Prozent darauf konzentrieren, dass wir nicht von einem der Brecher in die Felsen gedrückt wurden. "Tokio!", rief ich. "Wir müssen die Einfahrt finden!"
Wir starrten auf die vorausliegenden Felsnasen, scannten sie ab und suchten irgendeinen Anhaltspunkt, der uns die Lage der sicheren Surfbucht verraten würde. Wir m
Titel
Die Bar-Bolz-Bande, Band 5
Untertitel
Unter Knochenfuß-Flagge
Autor
Illustrator
EAN
9783838716381
ISBN
978-3-8387-1638-1
Format
E-Book (epub)
Altersempfehlung
ab 10 Jahre
Hersteller
Herausgeber
Genre
Veröffentlichung
07.04.2012
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
5.28 MB
Anzahl Seiten
224
Jahr
2012
Untertitel
Deutsch
Features
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet
Auflage
1. Aufl. 2012
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