"Jacques Yonnet lässt in 'Rue de Maléfices, Straße der Verwünschungen' das alte Paris auf magische Weise auferstehen. Geschichtenerzählen, das kann Yonnet: 'Rue de Maléfices' wimmelt es von unheimlichen, übernatürlichen und kriminellen Worten, Figuren, Taten. Es ist die Rede von Zigeunern, die ihre Feinde verrückt machen, von Verbrechern, die ihre Ohren verzaubern lassen, von einer Katzenfrau, die sich mit einem Katermann leidenschaftlich zerfleischt. (...) Was esoterisch wirkt, ist in Wahrheit modern und hochreflektiert."[Quelle: Niklas Bender, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31. Januar 2013]"Es ist ein sehr besonderes Werk, das insbesondere allen Parisreisenden ans Herz gelegt sei. (...) Yonnet, der Erzähler all dieser Geschichten, hat sie nicht einfach erlauscht und niedergeschrieben, er ist auch selbst in allerlei seltsame Begebenheiten verstrickt und gestaltet das ganze Amalgam von Mythen und Realität in einer kunstvollen Mischung aus Argot und Poesie, Pathos und Beiläufigkeit."[Quelle: Katharina Döbler, DeutschlandRadio, 22. Januar 2013]"Wer 'Rue des Maléfices' liest, wird einen sprachgewaltigen Autor kennenlernen und eine Stadt, die jedermann zu kennen glaubt, mit völlig neuen Augen sehen. (...) 'Das alte Paris' meint im Falle Yonnets weniger eine zeitliche, als vielmehr eine räumliche Eingrenzung der Stadt auf eines seiner ältesten Viertel, dem Quartier Latin am linken Seineufer. Die Geschichte seiner Bebauung reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Noch zur Zeit der Besatzung durch die Deutschen in den 1940er Jahren war der mittelalterliche Charme des traditionellen Intellektuellenviertels spürbar. Die Zeit der Occupation und die ersten Jahre der wiedererrichteten Republik bilden auch den Rahmen für Yonnets Buch, das jeder Gattungsbeschreibung spottet. Das als Roman angekündigte Werk ist vielmehr ein überraschend homogenes Sammelsurium von Mythen, Legenden, Anekdoten, Kurzgeschichten und Erinnerungen."[Quelle: fixpoetry.de, 14. Januar 2013]"Buch zum Verschenken: Jacques Yonnet: 'Rue des Maléfices. Straße der Verwünschungen' (Matthes & Seitz). Ich behaupte, Raymond Queneau hatte Recht, als er sagte, dies sei das größte Buch, das je über Paris geschrieben worden ist."[Quelle: Tanja Martini, taz, 01. Dezember 2012]"Kein Gedicht, kein Roman spiegelt die Seele dieser Stadt so abgründig wider wie diese "geheime Chronik".(...) Yonnet war von Pari
Autorentext
Jacques Yonnet (1915-1974) war ein französischer Erzähler, Chronist und genauer Beobachter, leidenschaftlicher Parisforscher und -kenner, Poet, Vagabund und Antikonformist. 'Straße der Verwünschungen' blieb sein einziger Roman.
Klappentext
Die Geheimnisse von Paris
Das "größte Buch, das je über Paris geschrieben wurde" (Raymond Queneau): eine Art geheime Chronik des alten Paris, ein Kaleidoskop von Begegnungen und Begebenheiten während der Zeit der deutschen Besatzung. Yonnet, der in diesem Buch seine Erfahrungen als Widerstandskämpfer im Pariser Untergrund verarbeitet, findet Phantastisches und Mythisches im Alltäglichen, und schafft das verdichtete Portrait einer Stadt im Ausnahmezustand. Dabei entwickelt der schnelle Rhythmus seiner brüchigen Sprache, versetzt mit Straßenjargon und Lautsprachlichem, einen Sog von großer poetischer Kraft. Das als Meisterwerk gefeierte Buch blieb, neben einigen wenigen Theaterstücken, Gedichten und journalistischen Arbeiten, sein einziges Werk.