Wie wurden im 19. Jahrhundert Nationalstaaten über ihre Identifikation mit Landschaft konstruiert? Die deutschsprachigen Gebiete wie auch die gerade erst gegründeten Vereinigten Staaten erleben von 1800 bis 1900 ein Kräfteziehen zwischen national-konservativen und freiheitlichen Gruppierungen, die in Kriege und Revolutionen mündeten. Dabei spielte in beiden Ländern ein Fluss eine entscheidende Rolle in Deutschland der Rhein und in Amerika der Hudson River, die aus historischer Sicht auch miteinander verknüpft sind, als Pfälzer sich im 18. Jahrhundert am Hudson niederließen. Sie sahen in ihm den Rhein, ihren Heimatfluss, und gründeten Rhinebeck. Ein literarischer Streifzug durch das Jahrhundert, auf amerikanischer Seite mit Texten von u.a. Washington Irving, James Fenimore Cooper und John Burroughs, auf deutscher Seite mit u.a. Friedrich Hölderlin, Clemens Brentano und Heinrich Heine; untersucht den ideologischen Wandel nationaler Narrative und die Rolle der Flusslandschaften in der Konstruktion von nationaler Identität. Für die literarische Analyse wird Fredric Jamesons three concentric frameworks herangezogen, bewertet und darauf aufbauend eine neue Methode vorgeschlagen, das Vier-Felder-Modell.
Autorentext
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Jana Mader studierte Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und wurde 2023 promoviert. Sie lehrte an der University of North Carolina, Juilliard und ist derzeit Dozentin am Bard College in New York. 2018 erschien ihr Debütroman. Als Wissenschaftlerin, Übersetzerin und Schriftstellerin arbeitet sie an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Literatur.
Titel
Natur und Nation
Untertitel
Landschaft als Ausdruck nationaler Identität im 19. Jahrhundert der Rhein und der Hudson River
Autor
EAN
9783826078774
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Veröffentlichung
20.06.2023
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
19 MB
Anzahl Seiten
330
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