Autorentext
Jean-Jacques Rousseau wurde 1712 in Genf geboren. Er schloss nie ein Studium ab. Bis zu seinem Tod 1778 war er vor allem als Philosoph und Schriftsteller, außerdem als Pädagoge, Naturforscher und Komponist tätig. Der reisefreudige Autodidakt begründete mit seiner Schrift "Émile" die moderne Pädagogik, lieferte mit dem "Gesellschaftsvertrag" ein geistiges Fundament für die Französische Revolution und schuf mit den "Bekenntnissen" ein vielbeachtetes Monument der schriftstellerischen Selbstbefragung.
Der Autor der Einführung:
Wie alle Werke der klassik-Reihe wird auch "Der Gesellschaftsvertrag" zeitgenössisch eingeordnet: Timo Pongrac ist Diplompolitologe und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft in Berlin. Er forscht und lehrt im Bereich der Politischen Theorie und Ideengeschichte.
Zusammenfassung
Nicht weniger als revolutionare Gedanken - "e;Vom Gesellschaftsvertrag oder Die Grundsatze des Staatsrechtes"e;, so die wortliche Ubersetzung des Original-Titels, hatte es nach seinem Erscheinen 1762 nicht leicht: Schlielich stellt Rousseau darin das herrschende politische und gesellschaftliche System grundlegend infrage. Die geistige Sprengkraft, die auch bald Einfluss auf die Franzosische Revolution haben sollte, schien berechtigterweise so gro, dass das Buch mehrfach verboten wurde. Heute rechnet man das Werk auch den Wegbereitern unserer Demokratie zu. Rousseau erklart, wie er sich die richtige Organisation eines Staates vorstellt: Die Burger des Gemeinwesens stimmen zunachst zu, dasssie zu dem Staat gehren wollen. In Volksversammlungen wird dann ber Gesetze entschieden - aber laut Vertrag soll der Einzelne nicht fr jene Vorhaben stimmen, die seinen eigenen Interessen entsprechen, sondern fr den Vorschlag votieren, der dem Allgemeinwohl am frderlichsten ist. Doch so sehr wir Rousseau auch in den Reihen der Basisdemokraten verorten mchten - er hatte doch auch einige Bedenken gegenber einer solchen Regierungsform. Welche? Lesen Sie selbst Die zweisprachige Ausgabe beinhaltet den deutschsprachigen Text in der bersetzung von Hermann Denhardt, berarbeitet von Iris Michaelis sowie die franzsische Originalversion. Eine ca. 80-seitige Einfhrung von Timo Pongrac erlutert die grundlegenden Gedanken des Gesellschaftsvertrags und enthlt eine Leseempfehlung der wichtigsten Kapitel sowie eine umfangreiche Literaturliste.
Inhalt
Der Gesellschaftsvertrag / Du Contract Social - Eine Einführung von Timo Pongrac (ca. 80 Seiten) - Text der deutschsprachigen Übersetzung, Bücher 1-4 inklusive der Anmerkungen zum Text - Text der französischen Originalversion, Bücher 1-4 inklusive der Anmerkungen zum Text