Über die Freiheit (1859) entwirft in klarer, streng argumentierender Prosa das Schadensprinzip: Zwang ist nur zur Abwehr von Schaden an anderen legitim. Mill verteidigt Denk- und Redefreiheit, Eigenart der Lebensentwürfe und "Experimente des Lebens" gegen die Tyrannei der Mehrheit des viktorianischen Zeitalters. Als utilitaristischer Essay bestimmt das Buch Autonomie gegenüber Sitte und markiert zugleich Grenzen legitimer Einmischung. John Stuart Mill (1806-1873), streng von seinem Vater James erzogen und von Bentham geprägt, verband Dienst in der East India Company mit ungewöhnlicher Gelehrsamkeit. Eine seelische Krise, die Lektüre romantischer Autoren und seine Partnerschaft mit Harriet Taylor Mill schärften seinen Sinn für Individualität. Unter Tocquevilles Eindruck zielte er darauf, Nutzenprinzip und Persönlichkeitsentfaltung systematisch zu versöhnen. Dieses Werk empfiehlt sich allen, die belastbare Maßstäbe für Rede-, Gewissens- und Lebensfreiheit suchen. Es bietet klare Kriterien zur Abwägung zwischen Selbstbestimmung und kollektiven Interessen und bleibt für Rechtswissenschaft, politische Theorie und Praxis grundlegend. Studierende, Juristinnen und engagierte Bürger finden eine nüchterne, empirisch wache Liberalismuskritik, die Pluralismus und Charakterbildung als Motor gesellschaftlichen Fortschritts versteht. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.

Titel
Über die Freiheit (Zusammengefasste Ausgabe)
Untertitel
Bereicherte Ausgabe. Philosophische Essays zu individuellen Rechten, Eigenverantwortung und Gesellschaftskritik im 19. Jahrhundert - liberale Ideale
kommentiert von
EAN
8596547888505
Format
E-Book (epub)
Veröffentlichung
07.02.2026
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.73 MB
Anzahl Seiten
87