Im Jahr 1910 hielt die Welt den Atem an. Astronomen hatten Zyanid im Schweif des Halleyschen Kometen entdeckt, und die Erde sollte direkt hindurchfliegen. Was folgte, war keine wissenschaftliche Debatte, sondern die erste globale Massenpanik der Moderne. Dieses Buch dokumentiert die bizarren Blüten der Angst: Von "Kometen-Pillen" und Gasmasken für Zivilisten bis hin zu "Kometen-Partys" auf den Dächern von Paris, wo der Weltuntergang mit Champagner begrüßt wurde. Es ist eine faszinierende Studie darüber, wie schnell rationale Gesellschaften durch mediale Hysterie in den Aberglauben zurückfallen und wie geschäftstüchtige Scharlatane die Furcht monetarisieren. Eine Geschichte, die uns mehr über unsere heutige Anfälligkeit für Fake News lehrt als über Astronomie.
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