Die vorliegende Einführung stellt nach einem kurzen geschichtlichen Überblick die verschiedenen Formen von Triangulierungen in der biografischen Entwicklung dar. Anschließend werden die Grundformen gestörter Triaden und ihre Psychodynamik beschrieben. Schließlich zeigt der Autor auf, wie Triangulierungen therapeutisch genutzt werden können, und fokussiert unter anderem auf den Therapeuten als Dritten, die therapeutische Beziehung als »intersubjektives Drittes« sowie auf Triangulierungen in Mehrpersonensettings und außerhalb der Therapie.

Dreieckskonstellationen durchziehen unseren gesamten Lebenslauf und sind auch in der Psychotherapie allgegenwärtig. Die erste hatte Sigmund Freud mit dem ödipalen Dreieck beschrieben, heute kennen wir eine Vielzahl von Triaden. Triangulierung - das Einbeziehen einer dritten Partei - spielt sowohl für das Verständnis als auch für die Behandlung psychischer Beeinträchtigungen eine wichtige Rolle. Gerade in schwierigen therapeutischen Situationen kann sie zusätzliche Perspektiven eröffnen. Das vorliegende Buch stellt nach einem kurzen geschichtlichen Überblick die verschiedenen Formen von Triangulierungen in der biografischen Entwicklung dar. Anschließend werden die Grundformen gestörter Triaden und ihre Psychodynamik beschrieben. Dabei zeigt der Autor auf, wie Triangulierungen therapeutisch genutzt werden können, und fokussiert unter anderem auf den Therapeuten als Dritten, die therapeutische Beziehung als »intersubjektives Drittes« sowie auf Triangulierungen in Mehrpersonensettings auch außerhalb der Psychotherapie.

Funktioniert die menschliche Psyche nur im Dreieck?

Autorentext
Jürgen Grieser ist Fachpsychologe für Psychotherapie (FSP), Psychoanalytiker, Familientherapeut, Supervisor und Dozent unter anderem am Psychoanalytischen Seminar Zürich. Er war lange in kinder- und jugendpsychiatrischen und pädiatrischen Institutionen tätig. Heute ist er in einer psychiatrisch-psychoanalytischen Praxisgemeinschaft in Zürich niedergelassen. Seine Schwerpunktthemen sind Triangulierung, die Rolle des Vaters, Kreativität, Jugendmedizin und Psychosomatik. (Stand: April 2018)

Inhalt
Inhalt Einleitung Vom Ödipuskomplex zu neueren Triangulierungskonzepten Ödipale und präödipale Triangulierung Paranoid-schizoide und depressive Position Die Entdeckung des Vaters der präödipalen Zeit Symbolische kulturelle Strukturen als vierter Pol Triangulierungen in der lebensgeschichtlichen Entwicklung Fantasien über den Dritten in der vorgeburtlichen Triade Die Geburt Ent-Bindung und Einbindung Die Triangulierung der elterlichen Beziehung durch das Baby Kindheit Ablösung und Bindung in der Adoleszenz Ein- und Ausschluss von Dritten im Erwachsenenalter Die Triangulierungen im Lebensverlauf Öffnung und Rahmung Triangulierungsstörungen Diagnostik: Wechsel zwischen dyadischen und triadischen Interaktionsmustern Psychodynamik Triangulierungen in der Psychotherapie Die Therapie als Drittes Die therapeutische Situation und ihr Rahmen Der Therapeut als Dritter Das intersubjektive analytische Dritte Sprechen und Verstehen als triangulierendes Tun Die Dritten am Rand der Therapie Triangulierungen in erweiterten Settings Die Institution als Drittes Triangulierungen schaffen Raum und brauchen Zeit Schlussbemerkung Literatur
Titel
Triangulierung
EAN
9783837967784
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
01.03.2015
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
2.36 MB
Anzahl Seiten
146
Auflage
3. Aufl. 2021
Lesemotiv