Akademische Arbeit aus dem Jahr 2019 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Verbrechen, Schuld und Strafe: Die Stories Ferdinand von Schirachs und die Tradition der Kriminalerzählung, Sprache: Deutsch, Abstract: Wie sehr die Realität des deutschen Strafrechts mit der literarischen Darstellung von Ferdinand von Schirach divergiert, welchen Beitrag von Schirach zur Debatte über Strafverteidigung leistet beziehungsweise welche Ansichten er hierzu in seinen Werken offenbart, wie evident oder subtil dies geschieht, kann exemplarisch an der Erzählung "Volksfest" aus seinem Buch "Schuld" nachvollzogen werden. Hierzu liegt der Fokus vordergründig auf zwei Aspekten, die die Erzählung aufgreift: einerseits spricht von Schirach indirekt den in dubio pro reo Grundsatz unserer Rechtsordnung an, andererseits lässt sich ein spezifisches Verständnis von Strafverteidigung erkennen. Die vielfältigen Ebenen, die von Schirach zur Suggestion nutzt, sind Anliegen des Hauptteils. Hier versucht der Autor nachzuweisen, wie von Schirach erzählerisch Position bekennt beziehungsweise welche Mechanismen er anwendet, um den Leser zu führen und wie dies im Text deutlich wird. Anschließend geht der Autor der Frage nach, welche Inszenierungen er darüber hinaus vornimmt, um etwaige falsche Fährten zu legen. Suggestion scheint einer der wesentlichen Gründe zu sein, weshalb von Schirach seinen großen Erfolg sowohl in der Literaturkritik als auch in der breiten Leserschaft selbst zu generieren vermag.
Autorentext
Julia Catharina Eydt, geborene Maron (* 16. Dezember 1990 in Merseburg) ist eine deutsche Germanistin, Kulturwissenschaftlerin, Theologin und Historikerin. Sie publiziert auch unter dem Namen Julia von Marienfels. Sie ist als freischaffende Autorin, Lektorin und Kulturmanagerin tätig. Julia Eydt wuchs in Merseburg auf, wo sie 2009 das Abitur ablegte. Nach einem ersten Exkurs an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in den Fächern Geschichte und Politikwissenschaft, brach sie das Studium zu Gunsten einer ergotherapeutischen Ausbildung ab. Das Staatsexamen für Ergotherapie beendete sie mit summa cum laude. In den Endzügen ihrer Ausbildung begann sie parallel ein Fernstudium zum Ernährungsberater (FH) an der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft in Bremen, welches sie ebenfalls mit Bestnote abschloss. Nach kurzer selbstständiger Tätigkeit als Ernährungsberaterin in Halle an der Saale zog sie nach Dresden und studierte dort Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften, Germanistik und Theologie an der Technischen Universität Dresden. Nach ihrem erfolgreichen Studienabschluss absolvierte sie zusätzlich ein Geschichtsstudium an der TU Dresden. Julia Eydt arbeitete zunächst im Notariat Heckschen und van de Loo und war mehrere Semester als wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Angewandte Linguistik bei Joachim Scharloth tätig. Dort konnte sie bereits erste praktische Erfahrungen im wissenschaftlichen Lektorat sammeln. Sodann folgte sie ihrem Hochschullehrer Walter Schmitz an das Mitteleuropazentrum für Staats-, Wirtschafts- und Kulturwissenschaften, wo sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war. Darüber hinaus arbeitete sie für den anliegenden Thelem Universitäts- und Wissenschaftsverlag in Dresden und war vornehmlich mit dem Lektorat wissenschaftlicher Publikationen betraut. Im Jahr 2019 gründete Julia Eydt ein eigenes freies Lektorat, was sich vor allem mit der Betreuung wissenschaftlicher Publikationen in den Bereichen Geistes- und Sozialwissenschaften befasst. Daneben verantwortet sie auch Marketingtexte und Werbekampagnen für Künstler und Musiker und ist für verschiedene Verlage in Leipzig tätig. Im Rahmen internationaler und nationaler Kulturprojekte ist sie darüber hinaus als Kultur-und Projektmanagerin tätig. Julia Eydt lebt und wirkt in Leipzig.