Ein riesiges Land wie die Türkei mit dem Fahrrad von Istanbul bis an die iranische Grenze? Und das mit wenig Geld? O ja, in der Türkei ist das möglich. Denn die Gastfreundschaft der Menschen dort ist unvorstellbar groß. Als Radfahrer braucht man sich kaum Sorgen um die Unterkunft zu machen. Man muss nur zehn Minuten unschlüssig auf der Straße stehen, und schon kann man sich der Einladungen zum Übernachten kaum erwehren. Kaum erwehren kann man sich auch der Einladungen zum Essen - und vor allem zum Çay. Oder, angenommen, man kommt nicht so schnell weiter wie geplant oder kann sich vor Erschöpfung kaum mehr im Sattel halten. Dann stellt man sich einfach an den Straßenrand, und der nächste Lkw hält an und nimmt einen mit: Grenzenlose Hilfsbereitschaft. Dies sind jedenfalls die Erfahrungen eines jungen Mannes, der zusammen mit seiner Freundin nach Istanbul fliegt und die Türkei von West nach Ost mit dem Fahrrad bereist. Mit einer Abbildung.
Autorentext
Geboren 1940 in Wien, studierte Karl Plepelits Klassische Philologie, Alte Geschichte und Anglistik, plagte Schüler mit Latein, Griechisch und Englisch, vertrat die Österreichische Akademie der Wissenschaften als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Thesaurus linguae Latinae in München, veröffentlichte wissenschaftliche Artikel auf dem Gebiet der Latinistik, Gräzistik und Byzantinistik und übersetzte griechische Romane der Antike und des Mittelalters (erschienen im Hiersemann Verlag, Stuttgart).