Die Beratung als Profession folgt mehrheitlich einem klinischen Modell und vernachlässigt dabei sowohl gesellschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Erkenntnisse. Katharina Gröning kritisiert die therapeutische Ausrichtung von Beratung und legt ein sozialwissenschaftlich fundiertes Prozessmodell für Beratung vor.
Kein Zweifel, Beratung boomt. Und trotz der fundierten Kritik der Therapeutisierung seit den 1970er Jahren besitzt die Mehrheit der rund 30 Verbände der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB) heute eine therapeutische Ausrichtung. Die Beratung als Profession folgt mehrheitlich einem klinischen Modell und vernachlässigt dabei sowohl gesellschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Erkenntnisse. Katharina Gröning kritisiert die therapeutische Ausrichtung von Beratung und legt ein sozialwissenschaftlich fundiertes Prozessmodell für Beratung vor. Dabei geht sie auch auf juristische und ethisch-normative Aspekte ein und beantwortet unter anderem folgende Fragen: Wie lassen sich Problemdimensionen ordnen? Wie können Information und professionelles Wissen zugänglich gemacht werden? Wie kann bei Entscheidungs- und Reflexionsprozessen geholfen werden? Um Hintergrundwissen abzufragen und so einen lebensweltlichen Verstehenszugang zu finden, stehen in ihrem Modell anstelle von Fragebögen sozialwissenschaftliche Instrumente wie die Lebenslaufstrukturanalyse, die Habitusanalyse und die Interaktionsanalyse im Mittelpunkt.
Methodenbücher gelten als theorielos und theoretischen Büchern wird häufig ein Mangel an Methode und fehlender Praxisbezug vorgeworfen. Bei ihrer Erforschung von Beratung - von einem Instrument der Sozialreform hin zu einer gouvernementalen Praxis - beschreitet die Autorin des vorliegenden Buches einen neuen Weg.
Autorentext
Katharina Gröning ist Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs Supervision und Beratung an der Universität Bielefeld und Supervisorin (DGSv). Sie forscht und publiziert zu Beratung und Supervision sowie zur Späten Familie auch im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen. Stand: Juli 2015
Inhalt
Inhalt Einleitung 1 Beratungswissenschaft und Beratungskritik Von der Beratung als Instrument der Sozialreform zur Beratung als gouvernementale Praxis Die Ethik der Beratung am Beispiel der Schwangerschaftskonfliktberatung Geteilte Ethik und gouvernementale Praxis Zwischenfazit:Was meint Beratung als neue gouvernementale Praxis? Werde super stehe uber der Masse und uber den Normalen! Gouvernementalität und die Anpassungsmechanismen Gouvernementalität und Geschlecht Zur Kritik gouvernementaler Beratungsformate Zur Kritik des Coachings Kritik der systemischen Beratung Kritik der lösungsorientierten Beratung Gouvernementale Beratung im Kindes- und Jugendalter Kritik des NLP Zur ethisch-normativen Begrundung von Beratung Und was fragt die neue Beratungswissenschaft? 2 GrunderInnen der Beratung und Supervision in der Bundesrepublik und ihrmethodisches und professionelles Verständnis Anne Frommann Hans Thiersch Kurt Aurin Zusammenfassung Gerhard Leuschner Supervision und Beratung als Verhandlungsraum Das Konzept des Dreieckskontraktes Die Beziehung in Beratung und Supervision Zur Beziehung in ungleichen Machtverhältnissen Dimensionen des Dreieckskontraktes: Die Institution als die Erste im Dreieck Akquisition als Vertrauensentwicklung Loyalität zum Auftraggeber und zum Supervisanden Supervision ist Bildung und Problemlösung in Beziehungen Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und deren Vermittlung Abschließend: Zur fachlichen Autoritätsentwicklung und Kraft zur Begrenzung 3 Methode, wissenschaftlichesWissen und Ethik Pastoralmacht und Scham Scham und Bloßstellung als verborgene Begleitung der gouvernementalen Beratung Anerkennungstheoretischer und diskurstheoretischer Rahmen der Beratung Rechtlichkeit und Kontrakt in der Beratung Der beraterische Möglichkeitsraum Wertschätzung im Spannungsfeld gesellschaftlicher Zielvorstellungen 4 Beratung als wissenschaftlicher Prozess Diagnose und beraterische Haltung Zuhören, Sequenzieren und das Nachvollziehen der Fallstrukturgesetzlichkeit Deutungsmusteranalyse und mäeutisches Fragen Habitusanalyse Lebenslaufstrukturanalyse und Entwicklungsaufgaben Lebenslageanalyse Umgang mit Rollen 5 Beratungskunst Die menschliche Ratbedurftigkeit Ratbedurftigkeit und Scham Der Anfang der Beratung Arbeitsbundnis Verstehen, Ordnen und Reflektieren die ersten Interventionen im Beratungsprozess Reflexion Fördernder Beistand Regressionen, Verstrickungen, Krisen und weitere Grenzen Abschied und Perspektive Literatur
Kein Zweifel, Beratung boomt. Und trotz der fundierten Kritik der Therapeutisierung seit den 1970er Jahren besitzt die Mehrheit der rund 30 Verbände der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB) heute eine therapeutische Ausrichtung. Die Beratung als Profession folgt mehrheitlich einem klinischen Modell und vernachlässigt dabei sowohl gesellschaftliche als auch sozialwissenschaftliche Erkenntnisse. Katharina Gröning kritisiert die therapeutische Ausrichtung von Beratung und legt ein sozialwissenschaftlich fundiertes Prozessmodell für Beratung vor. Dabei geht sie auch auf juristische und ethisch-normative Aspekte ein und beantwortet unter anderem folgende Fragen: Wie lassen sich Problemdimensionen ordnen? Wie können Information und professionelles Wissen zugänglich gemacht werden? Wie kann bei Entscheidungs- und Reflexionsprozessen geholfen werden? Um Hintergrundwissen abzufragen und so einen lebensweltlichen Verstehenszugang zu finden, stehen in ihrem Modell anstelle von Fragebögen sozialwissenschaftliche Instrumente wie die Lebenslaufstrukturanalyse, die Habitusanalyse und die Interaktionsanalyse im Mittelpunkt.
Methodenbücher gelten als theorielos und theoretischen Büchern wird häufig ein Mangel an Methode und fehlender Praxisbezug vorgeworfen. Bei ihrer Erforschung von Beratung - von einem Instrument der Sozialreform hin zu einer gouvernementalen Praxis - beschreitet die Autorin des vorliegenden Buches einen neuen Weg.
Autorentext
Katharina Gröning ist Studiengangsleiterin des Masterstudiengangs Supervision und Beratung an der Universität Bielefeld und Supervisorin (DGSv). Sie forscht und publiziert zu Beratung und Supervision sowie zur Späten Familie auch im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen. Stand: Juli 2015
Inhalt
Inhalt Einleitung 1 Beratungswissenschaft und Beratungskritik Von der Beratung als Instrument der Sozialreform zur Beratung als gouvernementale Praxis Die Ethik der Beratung am Beispiel der Schwangerschaftskonfliktberatung Geteilte Ethik und gouvernementale Praxis Zwischenfazit:Was meint Beratung als neue gouvernementale Praxis? Werde super stehe uber der Masse und uber den Normalen! Gouvernementalität und die Anpassungsmechanismen Gouvernementalität und Geschlecht Zur Kritik gouvernementaler Beratungsformate Zur Kritik des Coachings Kritik der systemischen Beratung Kritik der lösungsorientierten Beratung Gouvernementale Beratung im Kindes- und Jugendalter Kritik des NLP Zur ethisch-normativen Begrundung von Beratung Und was fragt die neue Beratungswissenschaft? 2 GrunderInnen der Beratung und Supervision in der Bundesrepublik und ihrmethodisches und professionelles Verständnis Anne Frommann Hans Thiersch Kurt Aurin Zusammenfassung Gerhard Leuschner Supervision und Beratung als Verhandlungsraum Das Konzept des Dreieckskontraktes Die Beziehung in Beratung und Supervision Zur Beziehung in ungleichen Machtverhältnissen Dimensionen des Dreieckskontraktes: Die Institution als die Erste im Dreieck Akquisition als Vertrauensentwicklung Loyalität zum Auftraggeber und zum Supervisanden Supervision ist Bildung und Problemlösung in Beziehungen Die Fähigkeit zur Selbstreflexion und deren Vermittlung Abschließend: Zur fachlichen Autoritätsentwicklung und Kraft zur Begrenzung 3 Methode, wissenschaftlichesWissen und Ethik Pastoralmacht und Scham Scham und Bloßstellung als verborgene Begleitung der gouvernementalen Beratung Anerkennungstheoretischer und diskurstheoretischer Rahmen der Beratung Rechtlichkeit und Kontrakt in der Beratung Der beraterische Möglichkeitsraum Wertschätzung im Spannungsfeld gesellschaftlicher Zielvorstellungen 4 Beratung als wissenschaftlicher Prozess Diagnose und beraterische Haltung Zuhören, Sequenzieren und das Nachvollziehen der Fallstrukturgesetzlichkeit Deutungsmusteranalyse und mäeutisches Fragen Habitusanalyse Lebenslaufstrukturanalyse und Entwicklungsaufgaben Lebenslageanalyse Umgang mit Rollen 5 Beratungskunst Die menschliche Ratbedurftigkeit Ratbedurftigkeit und Scham Der Anfang der Beratung Arbeitsbundnis Verstehen, Ordnen und Reflektieren die ersten Interventionen im Beratungsprozess Reflexion Fördernder Beistand Regressionen, Verstrickungen, Krisen und weitere Grenzen Abschied und Perspektive Literatur
Titel
Sozialwissenschaftlich fundierte Beratung in Pädagogik, Supervision und Sozialer Arbeit
Autor
EAN
9783837968439
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Veröffentlichung
01.01.2016
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
2.14 MB
Anzahl Seiten
170
Auflage
1. Aufl. 2016
Lesemotiv
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