In den aktuellen Krisen und Umbrüchen tritt die Macht der Medien und der öffentlichen Kommunikation deutlich zutage. Kurt Imhof zeigt, dass Umbruchperioden, wie etwa die jüngste Weltwirtschaftskrise, wiederkehrende Phänomene darstellen und theoriefähig sind. Aus der gesellschaftstheoretischen Auseinandersetzung mit »Öffentlichkeit« und »Privatheit« von den Klassikern bis in die Gegenwart entwickelt Kurt Imhof eine Theorie des neuen Strukturwandels der Öffentlichkeit und begründet die Kommunikation als wichtigsten Faktor des sozialen Wandels.
Autorentext
Kurt Imhof (1956-2015) war Professor für Publizistik und Soziologie und Leiter des »Forschungsbereichs Öffentlichkeit und Gesellschaft (fög)« an der Universität Zürich.
Inhalt
Inhalt
Vorwort7
Einleitung: Öffentlichkeit und sozialer Wandel10
1Öffentlichkeit und Deliberation36
1.1Aporien der Freiheit38
1.2Basisnormen der Moderne45
1.3Öffentlichkeit und Deliberation in der Sozialtheorie51
2Krise der Öffentlichkeit (Theorie der Öffentlichkeit)85
2.1Arenen, Kommunikationsflüsse und Akteure90
2.2Funktionen der Öffentlichkeit99
2.3Neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit108
2.4Moralische Repolitisierung und Personalisierung der Ökonomie149
3Öffentlichkeit in Krisen (Theorie der Krise)160
3.1Dualisierung der Konflikttheorie161
3.2Revolutionen und die Differenzsemantiken der Moderne176
3.3Regularitäten in der Diskontinuität181
3.4Krisen und Gesellschaftsmodelle198
4Semiautonome Sphären und autonome Öffentlichkeiten214
4.1Wissenschaft in der politisch-kulturellen Öffentlichkeit219
4.2Religion in der politisch-kulturellen Öffentlichkeit222
4.3Kunst in der politisch-kulturellen Öffentlichkeit225
4.4Wissensvermittlung in der politisch-kulturellen Öffentlichkeit230
4.5Verschiebung der Rationalitätsbezüge im neuen Strukturwandel der Öffentlichkeit246
4.6Autonome Öffentlichkeiten251
5Resümee: Zwischen Barbarei und Zivilität268
5.1Krisenanalyse und Krisentypen269
5.2Voraussetzungen und Hindernisse eines neuen Gesellschaftsmodells284
Literatur290