"Der Kampf um den Stoff - Als Frauen für das Tragen von Hosen ins Gefängnis kamen" beleuchtet einen Aspekt der Gleichberechtigung, den wir heute vergessen haben. Bis ins 20. Jahrhundert war es Frauen in vielen westlichen Ländern gesetzlich verboten, "Männerkleidung" (Hosen) zu tragen. In Paris galt bis 2013 (!) offiziell ein Gesetz, das Frauen das Tragen von Hosen untersagte, es sei denn, sie hielten einen Fahrradlenker oder Pferdezügel in der Hand. Kulturhistorikerin Lena Hose erzählt von Pionierinnen wie George Sand oder Marlene Dietrich, die die Hose als politisches Statement nutzten. Das Buch zeigt, dass die Hose mehr war als Mode: Sie war Bewegungsfreiheit. Lange Röcke machten Frauen physisch langsam und abhängig; Hosen ermöglichten große Schritte. "Der Kampf um den Stoff" ist eine Geschichte der Macht. Es zeigt, wie der Staat über Jahrhunderte versuchte, die Geschlechterrollen durch Textilien zu zementieren, und wie ein Stück Stoff zum Symbol der Befreiung wurde.
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