Das abschließende Buch widmet sich der Phase der Konsolidierung und der tragischen Zäsur. Mit dem Ausbruch des Bürgerkriegs endet die Zeit der Träume und es beginnt die Ära des nackten Überlebens. Wir sehen Trotzki im gepanzerten Zug an den Fronten und Stalin, der im Hintergrund die Fäden der bürokratischen Macht zu spinnen beginnt. Dieser Abschnitt beschreibt den Sieg der Revolution über ihre äußeren Feinde, der gleichzeitig den Beginn eines grausamen inneren Krieges markierte. Von den Schlachtfeldern des Bürgerkriegs führt der Weg unweigerlich zum totalitären Staatsapparat, zur endgültigen Entmachtung Trotzkis und dem einsamen Sieg Stalins. Es ist die Bilanz eines Jahrhunderts: Wie aus der Verheißung einer neuen Welt die Realität von Terror, Exil und einem unerbittlichen Personenkult wurde.
Autorentext
Leo Trotzki (1879-1940), geboren als Lew Dawidowitsch Bronstein im heutigen Süden der Ukraine, war eine der schillerndsten und zugleich umstrittensten Schlüsselfiguren der russischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Als brillanter Intellektueller, mitreißender Redner und strategisches Genie prägte er den Verlauf der Russischen Revolution entscheidend mit. Bereits in jungen Jahren schloss er sich der marxistischen Bewegung an, was ihm mehrfache Verhaftungen und Verbannungen durch das zaristische Regime einbrachte - Erfahrungen, die seine radikale Überzeugung festigten und ihn zu einem der führenden Köpfe der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Russlands reifen ließen.