Kriege, Flucht und Hunger, dazu Klimakatastrophen und das Erstarken autoritärer Regime und Diktaturen: Angesichts des menschengemachten Leids fordert Lutz Götze aktives Handeln. Sein Kompass sind die Grundwerte der europäischen Aufklärung - Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Hinzu kommt die Forderung Immanuel Kants, uns aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu befreien, in der wir uns so bequem eingerichtet haben. Mit Jean Paul Sartre und Albert Camus geht er noch einen Schritt weiter: Zur freien Entscheidung verurteilt, gilt es, die individuellen und gesellschaftlichen Folgen stets abzuwägen. In Auseinandersetzung mit den Tugendlehren des Aristoteles und Marc Aurels entwickelt Götze eine Vision friedlichen Zusammenlebens. Voraussetzung dafür ist ein radikales Umdenken: Europa als letzte Bastion aufklärerisch-demokratischer Grundwerte muss geschlossen und solidarisch agieren und diese Position friedensstiftend, ökonomisch und letztlich auch militärisch verteidigen. Es geht um Werte, nicht um Interessen oder Deals.

Prof. Dr. Lutz Götze, *?1943, war nach seinem Studium in Leipzig Lektor für deutsche Sprache in Conakry (Republik Guinea), wissenschaftlicher Mitarbeiter am Goethe-Institut München, Professor für Deutsch als Fremdsprache an der Ruhr-Universität Bochum und an der Universität des Saarlandes. Schwerpunkte seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit sind Funktionale Grammatik, Interkulturelle Erziehung, Kulturtheorie, Islam und Europa, Eristik, Gendern und 'Künstliche' Intelligenz. Er ist Herausgeber des Standardwerkes Wahrig. Die deutsche Rechtschreibung.

Titel
Nachdenken über das Jetzt und das Morgen
Untertitel
Ein Traktat
EAN
9783732987078
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Veröffentlichung
30.01.2026
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
1.26 MB
Anzahl Seiten
140