Wer abschalten will, hat 15 Sekunden. Netflix hat das (fast) unterbrechungsfreie Streaming revolutioniert und damit das Binge Watching zum Geschäftsmodell erhoben. Die User entscheiden, welche Filme und Serien sie schauen und vor allem wie lange. Doch was ist »bingewatchen« überhaupt? Und wie selbstbestimmt ist das wirklich? Historische Vorläufer des vermeintlich unkontrollierten Medienkonsums gibt es jedenfalls zuhauf: von den Bücherfressern um 1800 bis hin zum Zappen mit der Fernbedienung stets begleitet von kulturkritischen Warnungen. Maren Lickhardt über die Geschichte autonomer Medienrezeption, neue Freiräume und alte Abhängigkeiten und die (Serien-)Ästhetik der »bingeability«.

Autorentext

Maren Lickhardt ist Literatur- und Medienwissenschaftlerin an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Sie forscht zur Literatur der Weimarer Republik, zu Pop- und Populärkultur, Fernsehserien und zum Schelmenroman.

Titel
Binge Watching
Untertitel
Digitale Bildkulturen
EAN
9783803143716
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
23.03.2023
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.81 MB
Anzahl Seiten
80
Lesemotiv