Die Studie thematisiert Weltbild und Zeitdiagnosen altgläubiger Chronisten aus dem gesamten Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg. Im Zentrum stehen Diskurse, die über die reine Tagespolitik hinaus die großen Herausforderungen des Säkulums aufgreifen, als da wären Luther, die Reformation und ihre Folgen für die Christenheit, die Türkenkriege, die säkulare Teuerung sowie die Frage nach dem gegenwärtigen und künftigen Status von Reich und Kirche. Es geht um das Nachzeichnen der jeweiligen Konsense und Dissense, aber auch um ihre Einfärbung durch den Vorsehungsglauben - kurzum die Bestimmung der providentiellen Dimension der Gegenwartsdeutungen.
Autorentext
PD Dr. Martin Hille ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte der Universität Passau.
Zusammenfassung
Ausgehend von der Hypothese, dass der Vorsehungslaube das vormoderne, okzidentale Weltbild begründet, untersucht Martin Hille in dieser Studie die politisch-religiösen Gegenwartsperspektiven altkirchlicher Chronisten zwischen Reformation und Dreißigjährigem Krieg. Dem zugrunde liegt ein Interpretationsverfahren, das von der Biographie der Autoren und ihrem lebensweltlichen Umfeld ausgeht. Vor diesem Hintergrund werden ihre Bewertungen der großen religiösen und politische Herausforderungen des 16. Jahrhunderts analysiert: die Reformation und ihre Nachwirkungen, die Türkengefahr und der Status von Reich und Kirche.
Titel
Providentia Dei, Reich und Kirche
Untertitel
Weltbild und Stimmungsprofil altgläubiger Chronisten 1517-1618
Autor
EAN
9783647360744
ISBN
978-3-647-36074-4
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Herausgeber
Genre
Veröffentlichung
09.12.2009
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
3.04 MB
Anzahl Seiten
672
Jahr
2009
Untertitel
Deutsch
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