"Die Maske des Römers" ist ein packender archäologischer Krimi, der die Entdeckung des wahren Ortes der Varusschlacht (Schlacht im Teutoburger Wald) rekonstruiert. Jahrhundertelang stritten Historiker darüber, wo Arminius im Jahr 9 n. Chr. drei römische Legionen vernichtete. Hunderte Theorien wurden aufgestellt, doch erst Tony Clunn, ein britischer Major und Hobby-Sondengänger, fand in den späten 80er Jahren bei Kalkriese die entscheidenden Hinweise: Schleuderbleie und Münzen. Der Autor Matthias Hanke zeichnet nicht nur den historischen Ablauf der Schlacht minutiös nach, sondern konzentriert sich vor allem auf die Detektivarbeit der modernen Archäologie. Er beschreibt, wie aus unscheinbaren Bodenverfärbungen und korrodierten Metallteilen ein antikes Schlachtfeld rekonstruiert wurde. Das Buch entzaubert den nationalsozialistisch geprägten "Hermanns-Mythos" und ersetzt ihn durch harte Fakten, die zeigen, dass der Sieg der Germanen weniger auf heldenhaftem Nahkampf, sondern auf einem logistischen Hinterhalt und geographischen Vorteilen basierte. Hanke beleuchtet zudem die Psychologie der römischen Soldaten, die in einer regnerischen, unbekannten Umgebung in den Tod marschierten, und erklärt die forensischen Methoden, mit denen Knochenfunde heute noch Aufschluss über die Ernährung und Herkunft der Legionäre geben. Es ist ein Buch über die Geduld der Suche und die Revolutionierung unseres Geschichtsbildes durch moderne Technik.
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