Die Mutter (1906/07) erzählt die politische Selbstermächtigung der Arbeiterwitwe Pelageja Nilowna Wlassowa, deren Sohn Pawel zum sozialistischen Aktivisten wird. Aus dem privaten Elend einer Fabrikvorstadt wächst eine kollektive Bewegung: illegale Flugschriften, konspirative Versammlungen, der 1.-Mai-Aufzug, Verhaftungen und Prozess. Gorki verbindet realistische Milieustudie und Tendenzroman: pathetische, bisweilen melodramatische Szenen stehen neben nüchterner Beobachtung, die Redeweise der Figuren bildet ein entstehendes Klassenbewusstsein. Der Roman, oft als Vorläufer des Sozialistischen Realismus gelesen, verankert Einzelbiografie und Masse im Kontext der Revolution von 1905. Maxim Gorki (Aleksej Maximowitsch Peschkow, 1868-1936) kannte Armut, Gelegenheitsarbeit und Vagabundage aus eigener Erfahrung; seine Nähe zu marxistischen Kreisen, die Freundschaft mit Lenin, Polizeiverfolgung und Exil (u. a. Capri) prägten seine Poetik. Nach dem Scheitern von 1905 suchte er eine exemplarische Form, in der persönliche Läuterung politisch lesbar wird-"Die Mutter" bildet diese Synthese programmatisch aus. Empfehlung: Dieses Schlüsselwerk der politischen Literatur lohnt sich für Leserinnen und Leser, die soziale Bewegungen, die russische Moderne und die Genese des proletarischen Romans verstehen möchten. Wer bereit ist, didaktisches Pathos als ästhetische Strategie zu akzeptieren, wird eine eindringliche, historisch aufschlussreiche Lektüre erfahren. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.



Autorentext

Maxim Gorki (Alexei Maximowitsch Peschkow) (1868 - 1936) war ein russischer Schriftsteller, politischer Denker und Verfechter des Sozialismus. Gorki war ein aktiver Teilnehmer an der aufkommenden marxistisch-kommunistischen und später bolschewistischen Bewegung. Er wurde fünfmal für den Nobelpreis für Literatur nominiert. Gorkis bekannteste Werke sind seine frühen Kurzgeschichten aus den 1890er Jahren, die autobiografische Trilogie "Meine Kindheit", "Unter fremden Menschen", "Meine Universitäten" und der Roman "Die Mutter".

Titel
Die Mutter (Zusammengefasste Ausgabe)
Untertitel
Bereicherte Ausgabe. Realistisches Portrt der russischen Arbeiterklasse in Moskau: eine Frau und ihr Sohn zwischen Sozialdemokratie und scharfer Gesellschaftskritik.
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Übersetzer
EAN
8596547888000
Format
E-Book (epub)
Veröffentlichung
07.02.2026
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
0.95 MB
Anzahl Seiten
111