Welche Informationen werden zur Behandlung einer Verhaltensstörung gebraucht? Wie wird ein Erstinterview bzw. ein klinisch brauchbares Erklärungsmodell strukturiert? Wie werden therapeutische Ziele und Behandlungsstrategien entwickelt und wie wird der therapeutische Prozeß evaluiert? Welche Rolle spielt die Beziehung zwischen Patient und Therapeut und wie kann diese gestaltet werden? Diese Anleitung zur klinisch-therapeutischen Vorgehensweise richtet sich speziell an Verhaltenstherapeuten, die angesichts zunehmenden Unbehagens an der symptom- und technikorientierten Verhaltenstherapie differenzierte und individualisierte Behandlungsstrategien entwickeln möchten. Ebenso angesprochen sind klinische Psychologen und Psychiater, die sich in der Aus- und Weiterbildung in kognitiv-behaviouralen Therapien befinden sowie Ausbildner und Supervisoren, die - basierend auf etablierten Lernprinzipien und experimenteller Methodologie - um eine wissenschaftlich fundierte klinische Lehre bemüht sind.
Gibt Antworten auf Fragen wie: Welche Informationen braucht man zur Behandlung einer Verhaltensstörung? Wie strukturiert man das Erstinterview? Wie werden therapeutische Ziele und Behandlungsstrategien entwickelt?
Inhalt
Einführung in die Fallformulierung: Grundlagen, Entwicklung, Anwendungsbereich: Psychiatrische Klassifizierung und Verhaltenstherapie; Klinische Voraussetzungen; Verhaltenstherapie als klinisch-experimenteller Ansatz; Shapiros empirische Einzelfallmethode; Meyers klinisch-experimenteller Ansatz; Weiterentwicklungen im Fallformulierungs-Ansatz; Zusammenfassung; Anmerkungen.- Das Erstinterview: Verhaltensanalytische Modelle; Das Erstinterview in der Fallformulierung; Auswahl, Entwicklung und Anwendung von Therapiemethoden; Zusammenfassung; Anmerkungen.- Die Entwicklung klinischer Hypothesen: Einleitung; Kommentierte Falldarstellung; Diskussion; Anmerkungen.- Die Entwicklung klinischer Hypothesen: Einleitung; Kommentierte Falldarstellung; Diskussion; Anmerkungen.- Validierung und Evaluation: Einleitung; Klinisches Experiment; Basislinie und Veränderungsmessung; Feedback und Selbstregulierung; Anmerkungen.- Die Therapeutische Beziehung: Einleitung; Neuere Ansätze im deutschsprachigen Bereich; Beziehungsgestaltung in der Fallformulierung; Die Therapeutenpersönlichkeit; Ethische Aspekte; Zusammenfassung; Anmerkungen.- Selbst-Schema-Modell für Komplexe Störungen: Einleitung; Diskrepanzen zwischen realem und idealem Selbstbild; Empirische Arbeiten; Klinische Schlußfolgerungen; Anmerkungen.