Wie verarbeiteten zentrale Autor*innen des 19., 20. und 21. Jahrhunderts ihre Erfahrungen, Utopien, Ideen und Kritik an Europa? In differenzierten Einzelstudien, die ein weites Feld von Bertha von Suttner, über Heinrich von Kleist, Richard Coudenhove-Kalergi und Thomas Mann bis hin zu Brigitte Kronauer und Peter Schneider umfassen, beleuchtet der Band immer wieder neu das Verhältnis der Schriftsteller*innen zu einem sich stetig verändernden Kontinent. Von diesen Untersuchungen ausgehend nimmt die Studie eine weite Perspektive ein, die neben nationalen und europäischen Aspekten auch globale bzw. transatlantische Zusammenhänge nicht aus dem Blick verliert.
Ein Jahrzehnt nach dem Erscheinen des Grundlagenwerks "Transatlantische Germanistik: Transfer, Kontakt, Dialogik" versammelt der Band neue theoretische Auseinandersetzungen und Einzelanalysen aus dem Gebiet der transatlantischen Literaturwissenschaft und leistet somit einen maßgeblichen Beitrag zur kulturwissenschaftlich geprägten deutschen und amerikanischen Literaturwissenschaft.
Autorentext
Paul Michael Lützeler, Washington University, St. Louis, USA.