"Der Schwarze Schmuggel - Als der König Spione schickte um unseren Kaffee zu riechen" beleuchtet eine skurrile Episode der preußischen Wirtschaftsgeschichte. Friedrich der Große, sonst als aufgeklärter Monarch bekannt, hasste Kaffee. Er wollte, dass seine Untertanen Biersuppe aßen, um die heimischen Brauereien zu stärken, statt Geld für Importwaren auszugeben. 1781 führte er ein staatliches Kaffeemonopol ein. Die Historikerin Petra Kohl erzählt von den "Kaffeeschnüfflern" - einer speziell eingesetzten Truppe von rund 400 Kriegsinvaliden, die durch die Straßen zogen. Ihre Aufgabe war es, dem Geruch von geröstetem Kaffee zu folgen, in Häuser einzudringen und illegale Bohnen zu beschlagnahmen. Dies führte zu einem massiven Schwarzmarkt und offenem Hass der Bevölkerung gegen den Staat. "Der Schwarze Schmuggel" zeigt die Grenzen staatlicher Lenkung. Es ist eine Geschichte über den passiven Widerstand der Bürger, die lieber Gesetze brachen, als auf ihren morgendlichen Wachmacher zu verzichten. Ein Lehrstück darüber, dass man Konsumgewohnheiten nicht verbieten kann.



Autorentext

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Titel
Der Schwarze Schmuggel
Untertitel
Als der Knig Spione schickte um unseren Kaffee zu riechen
EAN
9783565195961
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
26.01.2026
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.52 MB
Anzahl Seiten
138