Im Einklang mit der Natur Wir Menschen sind ein Teil der Natur und untrennbar mit ihr verbunden und nur in Rückbesinnung auf diese Verbindung finden wir unsere volle Kraft, unser wahres Potenzial und unsere körperliche wie seelische Gesundheit. Dabei will dich dieses Buch unterstützen. Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen ist nicht nur ein einfaches Nachschlagewerk für Wildpflanzen, es ist eine Einladung an dich, die Natur ganz neu und voller Staunen kennenzulernen. Entdecke natürliche Heilmittel, die unmittelbar vor deiner Haustüre wachsen, und nimm das großartige Wissen und Erbe unserer Vorfahren an. In anschaulichen Pflanzenporträts findest du nicht nur praxisbezogene Informationen und Anleitungen, um 68 essbare Wild- und Heilpflanzen unserer heimischen Wiesen und Wälder zuverlässig zu bestimmen und zu nutzen. Philip Kunisch will dir auch ein Gefühl für das Wesen der jeweiligen Pflanze vermitteln, sodass du sie mit deinen inneren Sinnen erfassen kannst. Dein inspirierendes Nachschlagewerk für die wichtigsten essbaren Wildpflanzen: Wissenschaftliches und Mythologisches, Neuzeitliches und Traditionelles, Sachliches und Poetisches.
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Autorentext
Philip Kunisch (geb. 1991) ist Kräuterkundler, ganzheitlicher Ernährungs- und Gesundheitsberater und B.Sc. in Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel (TU München). Schon seit seiner Jugend gilt sein besonderes Interesse unseren heimischen Heilkräutern; sein umfassendes Fachwissen gibt er in Kräuterführungen, Fermentations-Workshops sowie Seminaren in den Bereichen Detox, Fasten, Meditation und Kräutermedizin weiter.
Leseprobe
GÄNSEBLÜMCHEN Ich bringe das Lächeln zurück auf dein Gesicht. Steckbrief Botanischer Name: Bellis perennis Weitere Namen: Maßliebchen, Tausendschön, Marienblümchen, Sonnenblümchen, Augenblümchen, Regenblümchen, Baldurs Auge Familie: Korbblütler Sammelzeit: nahezu ganzjährig, besonders März bis Oktober (Blätter und Blüten) Blütenfarbe: weiß mit gelbem Zentrum, oft zart rosa überhaucht Blattform: spatelförmig, in einer grundständigen Rosette angeordnet Fundorte: Wiesen, Wegränder, Gärten, Parks tritt häufig in dichten Beständen auf Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe, ätherisches Öl, Vitamin C, Mineralstoffe (Kalium, Calcium, Magnesium) Eigenschaften: entzündungshemmend, stoffwechselanregend, blutreinigend, hautheilend, schleimlösend, leicht harntreibend Anwendungsgebiete: Erkältungen, Husten, Hautentzündungen, Wundheilung, Frühjahrskuren, Blutreinigung, Verdauungsbeschwerden Verwechslungsgefahr: mit kleinblütigen Margeritenarten ungiftig Giftigkeit: ungiftig Erkennungstipps und Merkmale Das Gänseblümchen ist klein, kaum 515 Zentimeter hoch, und bildet eine grundständige Blattrosette mit kleinen ei- bis spatelförmigen Blättern. Aus dieser wächst ein einzelner, blattloser Blütenstiel. Dieser trägt eine Blüte, die aus vielen weißen Zungenblüten und einem gelben Kranz aus Röhrenblüten besteht. Die weißen Blütenblätter können an den Spitzen leicht rosa überlaufen sein. Die Pflanze ist ausdauernd, immergrün und blüht oft sogar noch unter einer leichten Schneedecke. Ich bin das Gänseblümchen. Während andere noch im Winterschlaf liegen, recke ich bereits meine kleinen Köpfchen dem blassen Sonnenlicht entgegen. Ich schmücke Wiesen wie mit einem Teppich aus Sternenstaub und doch bin ich zäher, als man mir zutraut. Meine weißen Strahlenblüten umrahmen mein goldgelbes Sonnenherz ein Symbol für Freude und Lebenskraft. Klein an Gestalt, doch groß in der Wirkung, erinnere ich dich daran, dass selbst unscheinbare Dinge dein Herz zum Blühen bringen können. Der botanische Name Bellis perennis stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt so viel wie ewig schön. Nachdem das Gänseblümchen mit seinen bezaubernden zarten Blüten fast das gesamte Jahr bis auf den Winter über blüht und sogar neue Blütenstände ausbildet, wenn die Wiese gemäht wird, hat es sich diesen Namen redlich verdient. Haupteinsatzgebiete In der Volksmedizin gilt das Gänseblümchen als Arnika der Kinder, da es sanft, aber wirksam bei Prellungen, kleinen Wunden oder Hautentzündungen eingesetzt werden kann. Es wirkt stoffwechselanregend und blutreinigend und ist daher eine beliebte Zutat für Frühjahrskuren. Innerlich wird es bei Erkältungen, Husten und leichten Verdauungsstörungen angewandt. Anwendungsmöglichkeiten Frisch als Blättchen und Blüten im Salat, auf Butterbrot oder in Kräuterquark zur Entgiftung und Erhellung des Gemüts; als Tee (getrocknet oder frisch) oder Tinktur bei Erkältungen und zur Blutreinigung; äußerlich als Aufguss oder Umschlag bei Hautproblemen, Insektenstichen oder Prellungen. Auch in Form von Salben oder Cremes kann Gänseblümchen zur Gesunderhaltung der Haut verwendet werden. Brauchtum und Mythologie Das Gänseblümchen war schon im Altertum als eine Pflanze der Fröhlichkeit und des Neubeginns bekannt. Bei den Germanen war es Frigga, der Göttin der Liebe und des Frühlings, in den nordischen Völkern auch ihrem Sohn, dem Sonnengott Baldur, geweiht. Baldur steht unter anderem für Reinheit und unvergängliche Schönheit, beides Attribute, die dem Gänseblümchen zu eigen sind. Daher auch der frühere Name Baldurs Auge für das Gänseblümchen. Im Mittelalter wurde es in Liebesorakeln verwendet das Zupfen der Blütenblätter (Er/sie liebt mich, er/sie liebt mich nicht) hat bis heute überlebt. Es galt außerdem als schützendes Kraut, das das Herz vor Traurigkeit bewahren sollte.
Inhalt
INHALT Einleitende Gedanken Das kleine Pflanzen-Einmaleins - Pflanzenstoffe im Überblick - Botanik für Einsteiger: Pflanzenfamilien - Sammeltipps und Verantwortung - Weiterverarbeitung von Pflanzen Ackerschachtelhalm (Wiesen-)Bärenklau Bärlauch Baldrian Beifuß Beinwell Berufkraut Borretsch (Kleine) Braunelle (Große) Brennnessel Brunnenkresse Dost (Persischer) Ehrenpreis (Echtes) Eisenkraut Engelwurz Felsenbirne Frauenmantel Gänseblümchen Gänsefingerkraut (Weißer) Gänsefuß Giersch (Kanadische) Goldrute (Kriechender) Günsel Gundelrebe (Gewöhnliches) Hirtentäschel Holunder Huflattich (Echtes) Johanniskraut (Echte) Kamille (Wilde) Karde Klettenlabkraut (Große) Königskerze Kornelkirsche Linde Löwenzahn Mädesüß Mariendistel Meisterwurz (Doldiger) Milchstern Mistel (Wilde) Möhre Nachtkerze Nelkenwurz Odermennig Rainfarn Rainkohl Rossminze Rotklee Ruprechtskraut (Wiesen-)Salbei (Wald-)Sauerklee Schafgarbe Scharbockskraut (Wiesen-)Schaumkraut Schlehe Schöllkraut Spitzwegerich (Indisches) Springkraut (Japanischer) Staudenknöterich (Wiesen-)Storchschnabel Taubnessel (Wilder) Thymian Vogelmiere Wacholder Waldmeister Wegwarte Weißdorn Endnoten Register
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Philip Kunisch (geb. 1991) ist Kräuterkundler, ganzheitlicher Ernährungs- und Gesundheitsberater und B.Sc. in Technologie und Biotechnologie der Lebensmittel (TU München). Schon seit seiner Jugend gilt sein besonderes Interesse unseren heimischen Heilkräutern; sein umfassendes Fachwissen gibt er in Kräuterführungen, Fermentations-Workshops sowie Seminaren in den Bereichen Detox, Fasten, Meditation und Kräutermedizin weiter.
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GÄNSEBLÜMCHEN Ich bringe das Lächeln zurück auf dein Gesicht. Steckbrief Botanischer Name: Bellis perennis Weitere Namen: Maßliebchen, Tausendschön, Marienblümchen, Sonnenblümchen, Augenblümchen, Regenblümchen, Baldurs Auge Familie: Korbblütler Sammelzeit: nahezu ganzjährig, besonders März bis Oktober (Blätter und Blüten) Blütenfarbe: weiß mit gelbem Zentrum, oft zart rosa überhaucht Blattform: spatelförmig, in einer grundständigen Rosette angeordnet Fundorte: Wiesen, Wegränder, Gärten, Parks tritt häufig in dichten Beständen auf Inhaltsstoffe: Saponine, Flavonoide, Gerbstoffe, Schleimstoffe, ätherisches Öl, Vitamin C, Mineralstoffe (Kalium, Calcium, Magnesium) Eigenschaften: entzündungshemmend, stoffwechselanregend, blutreinigend, hautheilend, schleimlösend, leicht harntreibend Anwendungsgebiete: Erkältungen, Husten, Hautentzündungen, Wundheilung, Frühjahrskuren, Blutreinigung, Verdauungsbeschwerden Verwechslungsgefahr: mit kleinblütigen Margeritenarten ungiftig Giftigkeit: ungiftig Erkennungstipps und Merkmale Das Gänseblümchen ist klein, kaum 515 Zentimeter hoch, und bildet eine grundständige Blattrosette mit kleinen ei- bis spatelförmigen Blättern. Aus dieser wächst ein einzelner, blattloser Blütenstiel. Dieser trägt eine Blüte, die aus vielen weißen Zungenblüten und einem gelben Kranz aus Röhrenblüten besteht. Die weißen Blütenblätter können an den Spitzen leicht rosa überlaufen sein. Die Pflanze ist ausdauernd, immergrün und blüht oft sogar noch unter einer leichten Schneedecke. Ich bin das Gänseblümchen. Während andere noch im Winterschlaf liegen, recke ich bereits meine kleinen Köpfchen dem blassen Sonnenlicht entgegen. Ich schmücke Wiesen wie mit einem Teppich aus Sternenstaub und doch bin ich zäher, als man mir zutraut. Meine weißen Strahlenblüten umrahmen mein goldgelbes Sonnenherz ein Symbol für Freude und Lebenskraft. Klein an Gestalt, doch groß in der Wirkung, erinnere ich dich daran, dass selbst unscheinbare Dinge dein Herz zum Blühen bringen können. Der botanische Name Bellis perennis stammt aus dem Lateinischen und heißt übersetzt so viel wie ewig schön. Nachdem das Gänseblümchen mit seinen bezaubernden zarten Blüten fast das gesamte Jahr bis auf den Winter über blüht und sogar neue Blütenstände ausbildet, wenn die Wiese gemäht wird, hat es sich diesen Namen redlich verdient. Haupteinsatzgebiete In der Volksmedizin gilt das Gänseblümchen als Arnika der Kinder, da es sanft, aber wirksam bei Prellungen, kleinen Wunden oder Hautentzündungen eingesetzt werden kann. Es wirkt stoffwechselanregend und blutreinigend und ist daher eine beliebte Zutat für Frühjahrskuren. Innerlich wird es bei Erkältungen, Husten und leichten Verdauungsstörungen angewandt. Anwendungsmöglichkeiten Frisch als Blättchen und Blüten im Salat, auf Butterbrot oder in Kräuterquark zur Entgiftung und Erhellung des Gemüts; als Tee (getrocknet oder frisch) oder Tinktur bei Erkältungen und zur Blutreinigung; äußerlich als Aufguss oder Umschlag bei Hautproblemen, Insektenstichen oder Prellungen. Auch in Form von Salben oder Cremes kann Gänseblümchen zur Gesunderhaltung der Haut verwendet werden. Brauchtum und Mythologie Das Gänseblümchen war schon im Altertum als eine Pflanze der Fröhlichkeit und des Neubeginns bekannt. Bei den Germanen war es Frigga, der Göttin der Liebe und des Frühlings, in den nordischen Völkern auch ihrem Sohn, dem Sonnengott Baldur, geweiht. Baldur steht unter anderem für Reinheit und unvergängliche Schönheit, beides Attribute, die dem Gänseblümchen zu eigen sind. Daher auch der frühere Name Baldurs Auge für das Gänseblümchen. Im Mittelalter wurde es in Liebesorakeln verwendet das Zupfen der Blütenblätter (Er/sie liebt mich, er/sie liebt mich nicht) hat bis heute überlebt. Es galt außerdem als schützendes Kraut, das das Herz vor Traurigkeit bewahren sollte.
Inhalt
INHALT Einleitende Gedanken Das kleine Pflanzen-Einmaleins - Pflanzenstoffe im Überblick - Botanik für Einsteiger: Pflanzenfamilien - Sammeltipps und Verantwortung - Weiterverarbeitung von Pflanzen Ackerschachtelhalm (Wiesen-)Bärenklau Bärlauch Baldrian Beifuß Beinwell Berufkraut Borretsch (Kleine) Braunelle (Große) Brennnessel Brunnenkresse Dost (Persischer) Ehrenpreis (Echtes) Eisenkraut Engelwurz Felsenbirne Frauenmantel Gänseblümchen Gänsefingerkraut (Weißer) Gänsefuß Giersch (Kanadische) Goldrute (Kriechender) Günsel Gundelrebe (Gewöhnliches) Hirtentäschel Holunder Huflattich (Echtes) Johanniskraut (Echte) Kamille (Wilde) Karde Klettenlabkraut (Große) Königskerze Kornelkirsche Linde Löwenzahn Mädesüß Mariendistel Meisterwurz (Doldiger) Milchstern Mistel (Wilde) Möhre Nachtkerze Nelkenwurz Odermennig Rainfarn Rainkohl Rossminze Rotklee Ruprechtskraut (Wiesen-)Salbei (Wald-)Sauerklee Schafgarbe Scharbockskraut (Wiesen-)Schaumkraut Schlehe Schöllkraut Spitzwegerich (Indisches) Springkraut (Japanischer) Staudenknöterich (Wiesen-)Storchschnabel Taubnessel (Wilder) Thymian Vogelmiere Wacholder Waldmeister Wegwarte Weißdorn Endnoten Register
Titel
Essbare Heilkräuter und Wildpflanzen. Kompakt-Ratgeber
Untertitel
Naturkraft entdecken: 68 Schätze unserer Wiesen und Wälder
Autor
EAN
9783863747909
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Genre
Veröffentlichung
23.02.2026
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
60.43 MB
Anzahl Seiten
223
Auflage
1. Auflage
Lesemotiv
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