Der Staat (Politeia), um 380 v. Chr. entstanden, entfaltet im sokratischen Dialog die Frage nach Gerechtigkeit und der bestmöglichen Ordnung der Polis. Platon koppelt die Dreiteilung der Seele an eine Ständeordnung, skizziert die Erziehung der Wächter und die Herrschaft der Philosophenkönige, geleitet von der Idee des Guten; Höhle, Sonne und Linie verbinden Dialektik mit mythischer Bildkraft. Entstanden im Schatten der athenischen Krise, antwortet das Werk auf Sophistik und Demokratieskepsis. Platon (427-347 v. Chr.), Schüler des Sokrates und Gründer der Akademie, schrieb unter dem Eindruck von Sokrates' Hinrichtung und politischer Instabilität. Reisen nach Sizilien und das Scheitern am Hof des Dionysios prägten sein Nachdenken über Tyrannis und Reform. Mathematik und Dialektik gelten ihm als Bildungsachsen, die rechtliche Ordnung, Erkenntnis und Gemeinwohl verknüpfen. Empfehlenswert für alle, die politische Philosophie, Ethik und Pädagogik an der Quelle studieren wollen. Kontroverse Passagen zu Zensur, Gemeinbesitz und eugenischen Maßnahmen provozieren kritische Lektüre, schärfen aber den Blick für den argumentativen Kern. Wer die dialogische Ironie ernst nimmt, findet einen maßgeblichen Leittext, der Denken über Staat und Seele bis heute strukturiert. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Autorenbiografie · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.