Die streikenden Krankenhausärzte sorgten 2005 für großes Aufsehen. Ihre Forderung nach höherer Entlohnung und besseren Arbeitsbedingungen wurde von dem der breiten Öffentlichkeit kaum bekannten Marburger Bund unterstützt. Zuvor hatte ver.di als Multi-Branchengewerkschaft alle Beschäftigten im Krankenhaus vertreten. Dem Ärzteverband gelang es im Nachgang der Streiks, eigenständige, arztspezifische Tarifverträge durchzusetzen. Damit veränderte sich die etablierte, tarifpolitische Akteurskonstellation in den Arbeitsbeziehungen im Krankenhaussektor. Zugleich transformierte sich der Marburger Bund von einem berufspolitisch orientierten Standesverband zu einer Berufsgewerkschaft. Samuel Greef zeigt die Hintergründe des Ärztestreiks auf und analysiert den Transformationsprozess des Marburger Bundes sowie dessen Erfolgsbedingungen.

Sozialwissenschaftliche Studie

Autorentext
Dr. Samuel Greef ist Politologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Habilitand am Fachgebiet Politisches System der Bundesrepublik Deutschland an der Universität Kassel.

Inhalt
Theoretischer Rahmen: Gelegenheitsstruktur.- Organisationsumwelt: Struktur und Konstellationen im Wandel.- Krankenhausarzt: Beruf und Profession im Wandel.- Marburger Bund: Historie und Struktur.- Transformation: Marburger Bund im Wandel.
Titel
Die Transformation des Marburger Bundes
Untertitel
Vom Berufsverband zur Berufsgewerkschaft
EAN
9783531195742
ISBN
978-3-531-19574-2
Format
E-Book (pdf)
Herausgeber
Veröffentlichung
11.07.2012
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.75 MB
Anzahl Seiten
349
Jahr
2012
Untertitel
Deutsch
Lesemotiv