In einer hypervernetzten Welt haben wir verlernt, mit uns selbst auszukommen. Die Psychologin Sarah Lindner unterscheidet in "Die Kunst des Alleinseins" strikt zwischen der schmerzhaften Einsamkeit (dem Gefühl, isoliert zu sein) und dem konstruktiven Alleinsein (Solitude). Lindner argumentiert, dass die Fähigkeit, Zeit allein zu verbringen, ohne sich abzulenken, die Basis für emotionale Stabilität ist. Wer die Stille nicht erträgt, macht sich abhängig von anderen zur Emotionsregulation. Das Buch analysiert, warum wir so oft zum Smartphone greifen, sobald wir eine Minute warten müssen: Wir flüchten vor unseren eigenen Gedanken. Das Buch bietet praktische Übungen ("Solo-Dates"), um das Alleinsein wieder zu erlernen und als Quelle der Kreativität und Erholung zu nutzen. Lindner zeigt, dass nur wer gut allein sein kann, auch fähig ist, gesunde Beziehungen zu führen, da er den Partner nicht als Lückenbüßer braucht. Ein Plädoyer für die autonome Persönlichkeit.
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