Das Narrenschiff (1494) zeigt in satirisch-didaktischen Episoden eine Gesellschaft von Narren, die, je einer Torheit zugeordnet, nach Narragonia segeln. In pointierten Knittelversen verbindet Brant moralische Allegorie mit gelehrten Autoritäten aus Bibel und Antike. Im Übergang von Spätmittelalter zu Frühhumanismus verknüpft der Text Wort und Bild: Holzschnitte, Marginalien und Glossen ordnen und kommentieren die Lasterkunde. Sebastian Brant (1457/58-1521), Straßburger Jurist, Professor in Basel und später städtischer Beamter, vereint humanistische Gelehrsamkeit mit bürgerlicher Ordnungsvorstellung. Als Editor klassischer Autoren und frommer Moralist zielt er auf Disziplinierung von Klerus und Laien, nicht auf Kirchenspaltung. Die neue Druckkultur nutzt er, um Ermahnung, Unterhaltung und Belehrung öffentlich wirksam zu verschränken. Dieses Schlüsselwerk empfiehlt sich allen, die Mediengeschichte, Satire und Sozialmoral des späten Mittelalters verstehen wollen. Es bietet einen prägnanten Katalog der Laster, demonstriert die Rhetorik des Spotts und das Zusammenspiel von Text und Bild. Wer historische Selbstkritik schätzt, findet hier ein scharfes, zugleich unterhaltsames Instrument der Reflexion. Quickie Classics fasst zeitlose Werke präzise zusammen, bewahrt die Stimme des Autors und hält die Prosa klar, schnell und gut lesbar - destilliert, niemals verwässert. Extras der erweiterten Ausgabe: Einführung · Zusammenfassung · Historischer Kontext · Kurze Analyse · 4 Reflexionsfragen · Redaktionelle Fußnoten.

Titel
Das Narrenschiff (Zusammengefasste Ausgabe)
Untertitel
Bereicherte Ausgabe. Moralsatire des Sptmittelalters: Narrentypen, Deutscher Humanismus und moralische Kritik im Vorfeld der Reformation
kommentiert von
EAN
8596547890232
Format
E-Book (epub)
Veröffentlichung
07.02.2026
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
14.49 MB
Anzahl Seiten
149