Die Französische Revolution verschob die Koordinaten des Politischen. Nicht mehr Gehorsam gegenüber der Obrigkeit, sondern die Ausrichtung am Gemeinwohl der Republik sollte nun das Verhalten der Staatsbürger bestimmen. Doch wie konnte man die Überzeugungen und das Verhalten der Bürger lenken, zumal in einer Zeit, die von der zunehmenden Bedeutung der Ökonomie geprägt war? 1797 befasste sich das neu gegründete Institut national in Paris mit dieser Frage und schrieb einen Wettbewerb dazu aus. Unter den Beiträgen findet sich eine bislang unbekannte Schrift des Philosophieprofessors Ludwig Heinrich Jakob aus Halle (Saale). Sie macht deutlich, wie weit die Vorstellungen von einer republikanischen Staatsform und den dafür erforderlichen «Sitten» zwischen Deutschland und Frankreich zu dieser Zeit auseinander lagen.
Autorentext
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Sonja Asal ist Philosophin und forscht zu Themen der Politischen Ideengeschichte und der Französischen Aufklärung. Die vorliegende Arbeit entstand im Rahmen des Forschungsprojekts «Sitten in Staats- und Gesellschaftstheorien zur Zeit des Directoire (1795-1799)» am Institut für Politikwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Titel
Sitten zwischen Moralphilosophie und Politischer Ökonomie am Ende des 18. Jahrhunderts
Untertitel
Mit einer zweisprachigen Edition von Ludwig Heinrich Jakobs Preisschrift Quelles sont les institutions les plus propres à fonder la morale dun peuple
Autor
EAN
9783796554759
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Genre
Veröffentlichung
09.03.2026
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
2.58 MB
Anzahl Seiten
223
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