Das Forschungsziel dieser Untersuchung im Bereich der Lehrer*innenbildung ist die Rekonstruktion diskursiver Praktiken der Distanzierung seitens der Lehramtsstudierenden in rassismuskritischen Seminaren an der Universität. Im Rahmen der analysierten Seminardiskussionen rücken solche Äußerungen und Argumentationsstränge in den Fokus, die eine Auseinandersetzung mit Rassismus als explizitem, inhaltlichem Gegenstand (zunächst) behindern. In diesem Zusammenhang werden Distanzierungspraktiken als denkbare Reaktionen auf und eine mögliche Form des Umgangs mit dem Erleben von Irritation - bedingt durch die Infragestellung von Normalität und dominanten Wissensordnungen - verstanden.



Autorentext

Tatjana Kasatschenko ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Vielfalt bildet!« (Technische Universität Darmstadt/Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik). Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich rassismuskritischer Bildung und der Intersektionalität von Differenz- und Ungleichheitsverhältnissen.

Titel
Distanzierung als Privileg
Untertitel
Eine empirische Untersuchung zu diskursiven Praktiken angehender Lehrer*innen in rassismuskritischen Hochschulseminaren
EAN
9783779990376
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
26.02.2026
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
3.34 MB
Anzahl Seiten
332