Ein Dichter unter Spionageverdacht. Im Herbst 1870 reist Theodor Fontane als Kriegsberichterstatter nach Frankreich. Sein Ziel: das Geburtshaus der Jungfrau von Orléans. Doch die historische Neugier wird ihm zum Verhängnis. In Domrémy wird er verhaftet - in seiner Tasche ein Dolch, in der Hand ein Notizbuch. Für die Franzosen ist der Fall klar: Ein preußischer Spion. Was folgt, ist eine Odyssee durch französische Gefängnisse, stets begleitet von der realen Bedrohung, standrechtlich erschossen zu werden. Fontane schildert seine Monate in Gefangenschaft auf der Atlantikinsel Oléron nicht als verbitterter Feind, sondern als scharfsinniger Beobachter. Ein fesselndes Stück Zeitgeschichte - so spannend wie ein Roman, aber vollkommen wahr.



Autorentext

Theodor Fontane (1819-1898) gilt als der bedeutendste Vertreter des bürgerlichen Realismus in Deutschland. Geboren im brandenburgischen Neuruppin, arbeitete er zunächst als Apotheker, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Lange Zeit war er als Journalist, Kriegsberichterstatter und Theaterkritiker tätig; bekannt wurde er zudem durch seine Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Erst im hohen Alter von fast 60 Jahren begann er, jene großen Gesellschaftsromane zu verfassen, die ihn unsterblich machten - darunter Irrungen, Wirrungen, Der Stechlin und sein Meisterwerk Effi Briest.

Titel
Kriegsgefangen
Untertitel
Erlebtes 1870
EAN
9783565165018
Format
E-Book (epub)
Hersteller
Veröffentlichung
09.01.2026
Digitaler Kopierschutz
frei
Dateigrösse
0.68 MB
Anzahl Seiten
195