Thomas Schindler examines the historical development and current requirements of the doctrine of duress from a comparative perspective. Traditionally, common law is understood as having developed separately from civil law. However, a comparative analysis of the historical foundations of the doctrine of duress in both English and German law provides not only a common historical starting point in both legal systems but also shows a converging future development of English law.

Rechtsgeschäftliches Handeln beruht auf vielerlei Einflüssen. Unter welchen Voraussetzungen kann eine Rechtsordnung dem Verhandlungspartner gestatten, sich von den Rechtsfolgen seines Handelns mit der Begründung zu lösen, er sei bedroht worden? Thomas Schindler geht dieser Frage aus rechtshistorisch-rechtsvergleichender Sicht nach. Einer Erörterung der englischen "duress"-Lehre werden die Lösungen des deutschen Rechts gegenübergestellt. Auf dieser Grundlage gelingt es dem Autor, gemeinsame Entwicklungslinien im deutschen und englischen Recht aufzuzeigen.
Die so gewonnenen Ergebnisse werden im zweiten Teil der Untersuchung auf die Fallkonstellation einer durch Drohung erzwungenen Vertragsanpassung übertragen. Die Rechtsprechung englischer Gerichte, die sich bereits intensiver mit dieser Fallgruppe befasst haben, vermag hier wichtige Anstöße für eine Weiterentwicklung des Drohungstatbestandes im deutschen Recht zu geben.

Autorentext
Geboren 1975; Studium der Rechtswissenschaften in Regensburg und Oxford; 2004 Promotion; zur Zeit Rechtsanwalt.
Titel
Rechtsgeschäftliche Entscheidungsfreiheit und Drohung
Untertitel
Die englische duress-Lehre in rechtsvergleichender Perspektive
EAN
9783161584879
Format
E-Book (pdf)
Hersteller
Digitaler Kopierschutz
Adobe-DRM
Dateigrösse
28.28 MB
Anzahl Seiten
269
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