DAK-Versorgungsreport
Jahr für Jahr leben Millionen Menschen mit einer schleichenden Bedrohung - ohne es zu wissen. Chronische Nierenerkrankungen (CKD) entwickeln sich oft unbemerkt. Menschen mit chronischen Erkrankungen wie z. B. Diabetes oder Bluthochdruck sind besonders häufig betroffen. Dabei bleibt die Erkrankung lange symptomlos und wird oft erst im fortgeschrittenen Stadium entdeckt. Dieser Versorgungsreport geht u. a. gezielt der Frage nach, inwieweit durch zusätzliche Screening-Maßnahmen CKD frühzeitiger als bislang entdeckt und somit bereits in einem frühen Stadium behandelt werden kann. Mit Hilfe eines eigens entwickelten Risikovorhersagemodells wird untersucht, inwieweit die Nutzung von Routinedaten der Krankenkassen dazu beitragen könnte, die Zielgruppe für solche zusätzlichen Screening-Maßnahmen abzugrenzen und Ärztinnen und Ärzte bei der Identifikation dieser Hochrisikopatienten zu unterstützen.
Der Prävention und frühzeitigen Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen muss stärkere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der DAK-Versorgungsreport zeigt zum einen, welche Chancen die Digitalisierung im Bereich der Früherkennung von Nierenkrankheiten bietet. Zum anderen unterstreicht er, wie wichtig ein sorgsamer Umgang mit Arzneimitteln ist, denn zu viele Menschen greifen ahnungslos zu Medikamenten, die ihrer Niere schaden können, so Andreas Storm, Vorstandsvorsitzender der DAK-Gesundheit.