In einem schlichten Tagebuch hält die zwölfjährige Teresa fest, wie ein ganz normales Leben innerhalb weniger Tage zerbricht. Was mit Schwindel, Angst und einem komischen Gefühl im Bauch beginnt, wird zu einem Krankenhausaufenthalt, zu Diagnosen, Therapien und dem langsamen Verlust von Kraft, Selbstständigkeit und Zukunft. Teresa beschreibt ihre Welt so, wie sie sie erlebt. Ungefiltert. Direkt. Kindlich. Ehrlich. Zwischen Maschinen, weißen Fluren und immer neuen Untersuchungen versucht sie, an Erinnerungen, Familie und an sich selbst festzuhalten. Jeder Eintrag ist ein stiller Versuch, nicht zu verschwinden. Teresa Letzte Aufzeichnungen ist ein erschütternder Tagebuchroman über schwere Krankheit im Kindesalter, über das Warten, das Hoffen, das Abschiednehmen und die Zerbrechlichkeit eines Lebens, das eigentlich noch ganz am Anfang stehen sollte. Ein Buch ohne Trostversprechen. Ohne Rettung. Aber voller Menschlichkeit.
Autorentext
Autorenbeschreibung
Tobias Senkel ist Autor psychologischer Horrorliteratur.
Seine Texte entstehen dort, wo Sprache leise wird und Bedeutung sich nicht mehr erklärt, sondern zeigt. Er verzichtet bewusst auf klassische Horrormotive, Effekte oder moralische Einordnungen. Der Schrecken in seinen Büchern entsteht nicht durch Gewalt oder Monster, sondern durch Normalität, Konsequenz und das, was zwischen Menschen unausgesprochen bleibt.
Im Zentrum seines Schreibens stehen innere Zustände: Anpassung, Verlust von Identität, Stille, Kontrolle und das langsame Verschwinden von Bedeutung. Senkels Figuren zerbrechen selten sichtbar. Sie funktionieren. Und genau darin liegt der Horror.