Das Buch lotet die Beziehungen zwischen Literatur, Religion, Politik und (Kriegs)gewalt um 1800 aus. Im Zentrum steht Friedrich Schillers Tragödie Die Jungfrau von Orleans. Dieses Drama dient als Brennspiegel, umgekehrt auch als Prisma für eine Untersuchung der Revolutionsepoche, die die Interferenzen von Französischer Revolution, Koalitionskriegen, Religion und Literatur in neuem Licht erscheinen lässt. Diskutiert werden das komplexe Verhältnis des Autors Schiller zur Religion, die politische Theologie, die populare Religiosität und die Religionskritik im Aufklärungszeitalter sowie die Dialektik von (theatralisierter) Dechristianisierung und Resakralisierung im ersten Revolutionsjahrzehnt. Besondere Schwerpunkte bilden eine politisierte Marienfrömmigkeit und das literarische Nachleben von Märtyrerdrama und Heiligenlegende um 1800.

Schillers Jungfrau von Orleans neu gedeutet Ein Blick auf die gesellschaftliche Bedeutung der Religion um 1800 Literatur und Geschichte in der Revolutionsepoche interdisziplinäre Perspektiven

Autorentext

Ulrich Port ist Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Trier.



Inhalt
Einleitung: Die Marienfrömmigkeit in Schillers Jungfrau von Orleans oder Longue durée, Nachleben und Neuerfindung der Religion in der Sattelzeit.- Subtexte: Schiller und die Religion.- Kontexte: Religionsenthusiasmus, Religionsfeindlichkeit und Marienfrömmigkeit im Aufklärungsjahrhundert.- Engführung: Marienfrömmigkeit in Schillers Die Jungfrau von Orleans.- Schlussbemerkung: Die historische List der Marienbilder oder The Medium is the Message.
Titel
Militante Marienfrömmigkeit
Untertitel
Schillers Jungfrau von Orleans und die Politisierung der Religion um 1800
EAN
9783662667545
Format
E-Book (pdf)
Veröffentlichung
16.09.2023
Digitaler Kopierschutz
Wasserzeichen
Dateigrösse
22.65 MB
Anzahl Seiten
1034
Auflage
1. Aufl. 2023
Lesemotiv